Trotz der Schaukelei gut geschlafen. Kein Kunststück in einer geschützten Bucht und 30m gesteckter 8mm Kette mit einem 10 Kg schweren Bügelanker dran….
Es ist das offizielle Ende des Sommers 2008. Ich merke noch nichts davon, es ist traumhaft schön und heiß. Die Bora lässt nach, der Wind dreht auf NW. Ein herrlicher Segeltag mit Windstärken zwischen 15 und 20 Knoten beginnt. Für meine Neptun ideal! Das alte Mädchen läuft wie ein Wiesel, die neue „high aspect“ Fock von Moritz Sail macht mir viel Freude. Ich kämpfe mich nach Norden hoch, umrunde einige Inseln, duelliere mich mit Charteryachten und Ausflugsdampfern, probiere verschiedene Manöver aus, experimentiere mit verschiedenen Segelstellungen und bin rundum glücklich.
Abends laufe ich müde und hungrig in Murter ein, lege mich neben Gerhards Mac Gregor 26X „ Sky Bird“ vor Anker und freue mich auf einen Abend mit meinen alten Weggefährten, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren.
Rosi und Gerhard haben mich freundlicherweise zum Essen eingeladen. Es wurde ein sehr netter Abend, bei dem viel über die alten Zeiten geredet und über manch gemeinsam Erlebtes gelacht wurde. Der Wind dreht von NW auf SO und schläft um Mitternacht ganz ein. Die Luftfeuchtigkeit steigt, das Bettzeug wird klamm.
Samstag, 30. August 2008
Laimer Gerhard mit Rosi sagt sich an. Also bleibe ich hier in Murter. Ist sowieso wenig Wind. Auf der Außenseite von Murter, in der Bucht Kosirina vor Anker gegangen und dort in einem Strandrestaurant gespeist. Ganz gut, aber sauteuer. Dann die Anhöhe mit den Festungsanlagen bestiegen. (Vom Meer her sind die beiden stark befestigten Öffnungen der (nicht mehr vorhandenen) Festungsgeschütze gut zu sehen) War hochinteressant. Besonders der in den Berg gehauene unterirdische Gang, welcher die Geschütze, die Feuerleitzentrale etc. miteinander verband. Er ist mehrere hundert Meter lang. Seine Herstellung muss eine Heidenarbeit gewesen sein. Wahrscheinlich wurde diese Arbeit von Zwangsarbeitern durchgeführt. Er war / ist mit Zisterne, verschiedenen Räumlichkeiten, Stromanlage, Lüftungen und mehreren Ausgängen versehen. Der Aufstieg hat sich gelohnt. Vom traumhaften Ausblick über die dalmatinische Inselwelt ganz zu schweigen.
Anschließend zu meiner Lieblingsbucht auf Murvenjak gesegelt / motort. (Angesagte) Bora kommt auf, eine unruhige Nacht steht mir bevor. Die Ankerbucht ist zwar gegen Winde aus dem 1., 2., und 4. Quadranten geschützt, ein bisschen Schwell steht aber doch herein. Und wer eine 22er Neptun kennt weiß, dass das genügt, um ein ziemliches Rollen des Bootes zu verursachen.
Anschließend zu meiner Lieblingsbucht auf Murvenjak gesegelt / motort. (Angesagte) Bora kommt auf, eine unruhige Nacht steht mir bevor. Die Ankerbucht ist zwar gegen Winde aus dem 1., 2., und 4. Quadranten geschützt, ein bisschen Schwell steht aber doch herein. Und wer eine 22er Neptun kennt weiß, dass das genügt, um ein ziemliches Rollen des Bootes zu verursachen.
Freitag, 29. August 2008
Liege vor Murter gegenüber der Marina Hramina vor Anker. Ein richtiger Faulenzertag. Schwimmen, ein bisschen am Boot basteln, bummeln und Nahrungsmittel bunkern. Wetter bewölkt, schwach windig, heiß.
Morgens ist NW – Wind angesagt – ideal für mein Schätzchen, um rasch wieder gen Süden zu kommen. Hier ist mir viel zu viel Rummel.
Endlich komme ich zum Lesen. Ich liege in der Sonne an Deck, sanft schaukelt die Sandpiper, die ja nun meine Heimat ist, in einer schwachen Dünung. Erich Maria Remarque, mein Lieblingsautor. Ich lese „Drei Kameraden“ von ihm. Ein Buch, welches mir mein Vater vor vielen Jahren vermacht hat. Ach Papa, ich hätte Dir noch so viel zu sagen gehabt….Es ist alt und abgegriffen, aber sein Inhalt fesselt mich immer wieder. Die Geschichte erinnert mich ein bisschen an meine Eigene – eine unglückliche Liebe mit ergreifenden Begleitumständen…..
Morgens ist NW – Wind angesagt – ideal für mein Schätzchen, um rasch wieder gen Süden zu kommen. Hier ist mir viel zu viel Rummel.
Endlich komme ich zum Lesen. Ich liege in der Sonne an Deck, sanft schaukelt die Sandpiper, die ja nun meine Heimat ist, in einer schwachen Dünung. Erich Maria Remarque, mein Lieblingsautor. Ich lese „Drei Kameraden“ von ihm. Ein Buch, welches mir mein Vater vor vielen Jahren vermacht hat. Ach Papa, ich hätte Dir noch so viel zu sagen gehabt….Es ist alt und abgegriffen, aber sein Inhalt fesselt mich immer wieder. Die Geschichte erinnert mich ein bisschen an meine Eigene – eine unglückliche Liebe mit ergreifenden Begleitumständen…..
Donnerstag, 28. August 2008
Mit Hermann fast bis Jezera gewandert. Zu Mittag rauscht er ab Richtung Wien, ich unter Vorsegel (ein so ein fauler Skipper…) zu Toni nach Murter, wo ich mich in der Nähe von Laimer Gerhards „Sky Bird“, seiner 26er McGregor, vor Anker Lege. (Vis a Vis von der Marina Hramina) Am Abend mit dem Schlauchi gut essen gefahren. Norbert, der Flugkapitän, bezahlt, da wir ihm beim Kauf einer 40er Sun Odyssee beraten haben. Trotzdem bin ich der Meinung, dass dieser Kauf unüberlegt und voreilig war. Aber auf mich hört ja niemand, wie immer…..
Mittwoch, 27. August 2008
Herrlich ungestörte Nacht. Beim Ablegen um 11 Uhr fallen die Motorbootfahrer in Scharen ein. Tja, Freunde, die ganze Nacht hat dieses herrliche Fleckchen Erde mir ganz alleine gehört!!
Die ausgebissene Plombe mit Superkleber an seinen Platz geklebt. Sachen gibt’s… .
Unter Segel nach Murter, zu Hermann auf den Campingplatz. Dort in der Bucht JAZINE vor Anker gegangen. Entspannten Nachmittag mit ihm verbracht. Ein Wasserflugzeugkapitän zeigt uns was er kann, kommt aus Südosten im Tiefflug über die Brücke von Tisno geflogen. Toller Moment!
Die ausgebissene Plombe mit Superkleber an seinen Platz geklebt. Sachen gibt’s… .
Unter Segel nach Murter, zu Hermann auf den Campingplatz. Dort in der Bucht JAZINE vor Anker gegangen. Entspannten Nachmittag mit ihm verbracht. Ein Wasserflugzeugkapitän zeigt uns was er kann, kommt aus Südosten im Tiefflug über die Brücke von Tisno geflogen. Toller Moment!
Dienstag, 26. August 2008
Abflug! Die drei Tage in der Marina SUTOMISCICA kosten mich 123,- €!!!! Die spinnen doch komplett, oder? Na ja, ausnahmsweise, wenn Heli schon extra wegen mir runterkommt und Hermann auch. Mit Schmalzbauer Toni ein Treffen in seiner Marina (schon wieder in eine Marina…) ausgemacht. Hermann kommt auch hin. (Mit dem Wohnmobil) Von Sutomiscica bis Biograd (Habe die Route zwischen Pasman und Festland gewählt) alles unter dem zum Spinnaker umfunktionierten Blister geglüht!!!! Durchwegs zwischen 5 u. 6 Knoten Speed !!! Das war ein heißer Ritt!!! Besonders spannend war’s unter besagtem Pseudospinnaker zwischen den kleinen Inseln und dem vielen Verkehr vor Biograd. Wie schnell ich unterwegs war und wie stark der Wind wirklich war, merkte ich erst beim Bergen der blauweißen Blase…. Dann vor Vrgada „Manövergesegelt“, verschiedenes ausprobiert, bei Windstärken zw. 15 u. 20 Knoten. Dabei quetschte es mir das Unterliek des Großsegels ein Stück aus der Nut vom Baum. Da muss eine Konstruktive Änderung geschehen. In die nette Ankerbucht auf Murvenjac, der Insel südlich von Vrgada gesegelt.
(Gut sichtbare…) Plombe beim Schneidezahn Dexter 1 oben ausgebissen. Na bravo…… Dr. Bilek bekommt wieder Arbeit.
Heli fährt am Nachmittag nach Langenwang ab. Gute Fahrt!
(Gut sichtbare…) Plombe beim Schneidezahn Dexter 1 oben ausgebissen. Na bravo…… Dr. Bilek bekommt wieder Arbeit.
Heli fährt am Nachmittag nach Langenwang ab. Gute Fahrt!
Montag, 25. August 2008
Passenden Schlauch besorgt und montiert. Heli hat mir einen Wassermelder mitgebracht, den ich auch gleich einbaue. Falls ich absaufen sollte, meinte der Gemütsmensch…… Die Reserve –Ankerkette unter dem Cockpitboden entfernt und Heli mitgegeben, um die Wasserlinie etwas höher zu bekommen. Wäsche gewaschen (wird natürlich nicht ganz sauber), Boot aufgeräumt. Obst und Gemüse eingekauft, mit den Beiden gebummelt, am Abend im Marinarestaurant gegessen. War zwar sehr gut, aber kleine Portion. Dafür war der Preis höher…… Wurde von Hermann eingeladen, danke!
Sonntag, 24. August 2008
Ungestörte Nacht. Wieder einmal einen „Berg“ bestiegen. (Auf fast ganz Ugljan zu sehen: Die riesige Sendeanlage mit den unzähligen Antennen und Parabolspiegel in einer Burgruine) Eine typische Kainz Gerhard – Aktion: Nachdem der Güterweg und dann der Steig zu Ende waren, quer durch die weglose Maccia in der Diretissima (=Verlauf des Stromkabels) Richtung Gipfel. Dort lockte besagte Burgruine. Der Aufstieg forderte fast das Letzte von mir, die Beine zerkratzt, natürlich nichts zum Trinken und keinen Hut mit und die obligate kurze Hose an…. Allerdings hatte ich diesmal gute (Lauf-) Schuhe an. Der Aufstieg wurde aber durch einen wirklich grandiosen Ausblick über die dalmatinische Inselwelt und eine (halbwegs) interessante Burganlage belohnt. Echt sagenhaft!! Beim Abstieg bin ich dann die Straße gegangen / gelaufen, welche bei Preko in die Inselhauptstraße mündet. Von dort per pedes zurück in die Marina. Wollte Hermann und Heli zu einer Fahrt auf besagten Gipfel begeistern, die beiden faulen Säcke waren aber durch nichts dazu zu bewegen.
Lockeren E-Starter anständig verschraubt, dabei eine Schraube (Zollgewinde….) im Hafenbecken versenkt…… Zum Glück nur 2,7m tief……
Wasser (salzig…) im Schiff, aber nur nach harter Fahrt durch Wellen und bei höherer Geschwindigkeit. Ich vermute Eintritt im Kielbereich, wir checken so ziemlich alles ab, finden aber nichts. Ich entdecke aber, dass der Schlauch vom Waschbecken zum Seeventil ein Loch hat. Vermute daher, dass bei Fahrt Wasser in den Schlauch gedrückt wird und dann bei besagtem Loch austritt. Mal sehen, ob diese Theorie stimmt. Muss jedenfalls erstmals einen neuen Schlauch besorgen. Das wird wieder ein Theater werden…..
Lockeren E-Starter anständig verschraubt, dabei eine Schraube (Zollgewinde….) im Hafenbecken versenkt…… Zum Glück nur 2,7m tief……
Wasser (salzig…) im Schiff, aber nur nach harter Fahrt durch Wellen und bei höherer Geschwindigkeit. Ich vermute Eintritt im Kielbereich, wir checken so ziemlich alles ab, finden aber nichts. Ich entdecke aber, dass der Schlauch vom Waschbecken zum Seeventil ein Loch hat. Vermute daher, dass bei Fahrt Wasser in den Schlauch gedrückt wird und dann bei besagtem Loch austritt. Mal sehen, ob diese Theorie stimmt. Muss jedenfalls erstmals einen neuen Schlauch besorgen. Das wird wieder ein Theater werden…..
Samstag, 23. August 2008
Herrliche Nacht. Unter Maschine zurück, unter der Brücke wieder durch und hoch in die Marina von Heli, Sutomiscica. Heli ist schon da, hat mir einen Platz Vis a Vis von seinem Liegeplatz besorgt. Hermann kommt mit der Fähre, wir holen ihn ab. Bei ihm lief auch alles problemlos. Am Fähranleger geht’s zu wie in einem Hexenkessel. Einen gemütlichen Nachmittag verbracht, gewandert. Am Abend nach Preko essen gefahren. War ganz gut.
Es ist eine mondhelle Nacht, ich kann noch nicht schlafen, darum tippe ich eines meiner Lieblingsgedichte von Theodor Fontane, welches mich stark beeindruckte, ein:
John Maynard
John Maynard!
»Wer ist John Maynard?«
»John Maynard war unser Steuermann,
Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.«
* * *
Die »Schwalbe« fliegt über den Erisee,
Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
Von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
Die Herzen aber sind frei und froh,
Und die Passagiere mit Kindern und Fraun
Im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
Und plaudernd an John Maynard heran
Tritt alles: »Wie weit noch, Steuermann?«
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
»Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund.«
Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
Da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
»Feuer!« war es, was da klang,
Ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
Ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
Und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.
Und die Passagiere, bunt gemengt,
Am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
Am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
Am Steuer aber lagert sich´s dicht,
Und ein Jammern wird laut: »Wo sind wir? wo?«
Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo.
Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
Der Kapitän nach dem Steuer späht,
Er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
Aber durchs Sprachrohr fragt er an:
»Noch da, John Maynard?«
»Ja, Herr. Ich bin.«
»Auf den Strand! In die Brandung!«
»Ich halte drauf hin.«
Und das Schiffsvolk jubelt: »Halt aus! Hallo!«
Und noch zehn Minuten bis Buffalo.
»Noch da, John Maynard?« Und Antwort schallt's
Mit ersterbender Stimme: »Ja, Herr, ich halt's!«
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
Jagt er die »Schwalbe« mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
Rettung: der Strand von Buffalo!
Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle. Nur einer fehlt!
Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell'n
Himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
Ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
Ein Dienst nur, den sie heute hat:
Zehntausend folgen oder mehr,
Und kein Aug im Zuge, das tränenleer.
Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
Mit Blumen schließen sie das Grab,
Und mit goldner Schrift in den Marmorstein
Schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:
»Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
Hielt er das Steuer fest in der Hand,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.«
Es ist eine mondhelle Nacht, ich kann noch nicht schlafen, darum tippe ich eines meiner Lieblingsgedichte von Theodor Fontane, welches mich stark beeindruckte, ein:
John Maynard
John Maynard!
»Wer ist John Maynard?«
»John Maynard war unser Steuermann,
Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.«
* * *
Die »Schwalbe« fliegt über den Erisee,
Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
Von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
Die Herzen aber sind frei und froh,
Und die Passagiere mit Kindern und Fraun
Im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
Und plaudernd an John Maynard heran
Tritt alles: »Wie weit noch, Steuermann?«
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
»Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund.«
Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
Da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
»Feuer!« war es, was da klang,
Ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
Ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
Und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.
Und die Passagiere, bunt gemengt,
Am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
Am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
Am Steuer aber lagert sich´s dicht,
Und ein Jammern wird laut: »Wo sind wir? wo?«
Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo.
Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
Der Kapitän nach dem Steuer späht,
Er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
Aber durchs Sprachrohr fragt er an:
»Noch da, John Maynard?«
»Ja, Herr. Ich bin.«
»Auf den Strand! In die Brandung!«
»Ich halte drauf hin.«
Und das Schiffsvolk jubelt: »Halt aus! Hallo!«
Und noch zehn Minuten bis Buffalo.
»Noch da, John Maynard?« Und Antwort schallt's
Mit ersterbender Stimme: »Ja, Herr, ich halt's!«
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
Jagt er die »Schwalbe« mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
Rettung: der Strand von Buffalo!
Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle. Nur einer fehlt!
Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell'n
Himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
Ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
Ein Dienst nur, den sie heute hat:
Zehntausend folgen oder mehr,
Und kein Aug im Zuge, das tränenleer.
Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
Mit Blumen schließen sie das Grab,
Und mit goldner Schrift in den Marmorstein
Schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:
»Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
Hielt er das Steuer fest in der Hand,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.«
Freitag, 22. August 2008
Herrliche Nacht. Mit Heckanker gegen den Schwell gelegt. Drei Dornhechte benutzen meine im Wasser treibenden Festmacherleinen als Tarnung. Interessant, die langen, schmalen Jäger zu beobachten. Beim Start haben die kleinen Räuber eine mehr als beachtliche Beschleunigung.
Kein Wind, ich fahre aus der Bucht Richtung Westen wieder unter der Brücke durch in eine der nächsten Ankerbuchten und verbringe dort einen herrlichen Badetag. Beim Tauchen entdecke ich in 7m Tiefe große Steckmuscheln( Pinna nobilis), fast einen halben Meter hoch, welche leicht geöffnet sind. Bei Berührung schließen sie sich. Ich verschone sie, obwohl sie sicher lecker schmecken würden.
Beim Kochen stelle ich mich wieder so unheimlich geschickt an, dass mir der Topf mit den (kochendheißen) Linsen von dem Scheißkocher runterrutscht. Ich kann gerade noch meine Füße in Sicherheit bringen. Aber am Boden schaut es aus…. Gott sei Dank ist der Teppichbelag herausnehmbar und mit Meerwasser abwaschbar.
Mit dem Kocher muss ich mir was überlegen: Erstens ist er störanfällig (Düse verstopft rasch mit Normalbenzin), zweitens hat kein Geschirr darauf Halt. Ich kann und möchte nicht während des ganzen Kochvorganges den Topf mit einer Hand festhalten müssen.
Gedankenverloren betrachte ich das Meer, welches im milden Licht der untergehenden Sonne ruhig vor mir liegt. Wird mir dieses Meer einst den Tod bringen? sieht so mein Ende aus? Unendlich weit und ohne Grund ist dieses Wasser. Mich schaudert bei dem Gedanken. Die Natur ist nicht mein Feind, aber auch nicht mein Freund. Ich darf mir nur keine Fehler erlauben. Dann wird alles gut enden.
Kein Wind, ich fahre aus der Bucht Richtung Westen wieder unter der Brücke durch in eine der nächsten Ankerbuchten und verbringe dort einen herrlichen Badetag. Beim Tauchen entdecke ich in 7m Tiefe große Steckmuscheln( Pinna nobilis), fast einen halben Meter hoch, welche leicht geöffnet sind. Bei Berührung schließen sie sich. Ich verschone sie, obwohl sie sicher lecker schmecken würden.
Beim Kochen stelle ich mich wieder so unheimlich geschickt an, dass mir der Topf mit den (kochendheißen) Linsen von dem Scheißkocher runterrutscht. Ich kann gerade noch meine Füße in Sicherheit bringen. Aber am Boden schaut es aus…. Gott sei Dank ist der Teppichbelag herausnehmbar und mit Meerwasser abwaschbar.
Mit dem Kocher muss ich mir was überlegen: Erstens ist er störanfällig (Düse verstopft rasch mit Normalbenzin), zweitens hat kein Geschirr darauf Halt. Ich kann und möchte nicht während des ganzen Kochvorganges den Topf mit einer Hand festhalten müssen.
Gedankenverloren betrachte ich das Meer, welches im milden Licht der untergehenden Sonne ruhig vor mir liegt. Wird mir dieses Meer einst den Tod bringen? sieht so mein Ende aus? Unendlich weit und ohne Grund ist dieses Wasser. Mich schaudert bei dem Gedanken. Die Natur ist nicht mein Feind, aber auch nicht mein Freund. Ich darf mir nur keine Fehler erlauben. Dann wird alles gut enden.
Donnerstag, 21. August 2008
Herrliche Nacht. Bis auf die österreichische Yacht, die mit mir „kuschelte“ wäre es das Paradies gewesen. Beim Schnorcheln das erste Mal einem Hornhecht (Oslice?) begegnet. Wir beäugten uns ausgiebig, dann schwamm jeder wieder seine Wege.
Dann fielen die Italiener in Scharen ein und vertrieben mich aus dem Paradies.
Stundenlanges aufkreuzen gen Norden. Blister wieder einmal eingesetzt. Das Sensibelchen ärgert mich maßlos. Wind frischt böenartig auf, der Blister zieht mich fast flach. Das Boot war nicht mehr zum Halten, wurde extrem Luvgierig.
Das Boot läuft einfach keine vernünftige Höhe. Es ist zum Haare raufen…..
Eine Plombe (Schneidezahn Sinister1 oben locker) Ein Zahn (Dexter 4 oben) halb ausgebrochen. Na bravo! Hoffentlich kommt der Termin beim Notar bald, um auch das gleich erledigen zu können. Unter Motor die Pasman hoch, durch die Durchfahrt Pasman/ Ugljan (Prolaz Zdrelac) durch und gleich im anschließenden Bojenfeld festgemacht. Der als Gemeindebüttel getarnte Seeräuber nimmt mir für den Bojenplatz 80 Kuna (=160,- ATS) ab.
Dann fielen die Italiener in Scharen ein und vertrieben mich aus dem Paradies.
Stundenlanges aufkreuzen gen Norden. Blister wieder einmal eingesetzt. Das Sensibelchen ärgert mich maßlos. Wind frischt böenartig auf, der Blister zieht mich fast flach. Das Boot war nicht mehr zum Halten, wurde extrem Luvgierig.
Das Boot läuft einfach keine vernünftige Höhe. Es ist zum Haare raufen…..
Eine Plombe (Schneidezahn Sinister1 oben locker) Ein Zahn (Dexter 4 oben) halb ausgebrochen. Na bravo! Hoffentlich kommt der Termin beim Notar bald, um auch das gleich erledigen zu können. Unter Motor die Pasman hoch, durch die Durchfahrt Pasman/ Ugljan (Prolaz Zdrelac) durch und gleich im anschließenden Bojenfeld festgemacht. Der als Gemeindebüttel getarnte Seeräuber nimmt mir für den Bojenplatz 80 Kuna (=160,- ATS) ab.
Mittwoch, 20. August 2008
Herrlich ungestörte Nacht, wieder (wie bisher) traumhaftes Wetter. Ein herrlicher Segeltag beginnt. Vor der Einfahrt der Marina Kremik das in Wien besorgte Öl an Schmalzbauer Toni übergeben. In Fahrt natürlich….. ich in langsamer Fahrt gegen den Wind, Toni pirscht sich im Retourgang an mein Heck heran. Er lädt mich auf einen Drink ein, ich springe auf sein Boot, während die Sandpiper unter Autopilot und mit ein bisschen Gas alleine weiterfährt. Wir gemütlich im Retourgang hinterher. Ein Bild für Götter…..
Ich pirsche mich immer hoch am Wind Richtung Norden. Zwischen den Inseln Kaprije und Zamjan durch nach Murter. Die „Holeschläge“ meist unter Maschine….. So gelange ich in eine nette Ankerbucht auf Murvenjac, eine Insel südlich von Vrgada.
Der Benzinkocher spinnt jetzt schon. Amerikanisches Glumpert eben. Düse verstopft und nicht leicht zu reinigen….
Ich pirsche mich immer hoch am Wind Richtung Norden. Zwischen den Inseln Kaprije und Zamjan durch nach Murter. Die „Holeschläge“ meist unter Maschine….. So gelange ich in eine nette Ankerbucht auf Murvenjac, eine Insel südlich von Vrgada.
Der Benzinkocher spinnt jetzt schon. Amerikanisches Glumpert eben. Düse verstopft und nicht leicht zu reinigen….
Dienstag, 19. August 2008
Herrliche, ungestörte Nacht. Ankergrund in dieser Bucht schlecht. Lärm der Werft nervt. N-NW Wind. Den ganzen Tag gegenan nach Norden die Küste hoch. Die Gurke läuft einfach keine Höhe, es ist zum verzweifeln. Wendewinkel fast 120 Grad. Das sagt alles….Wieder Wasser in der Bilge, weiß nicht woher. Wasser in den Backskisten, weiß nicht woher. Bin am Abend hundemüde. Hermann hat sich für das Wochenende angesagt. Die Quietschmaus von Romeo gefunden. Habe sie in stiller Trauer versenkt. Dabei fängt sie, bevor sie untergeht, in hellen Tönen zum quietschen an, so als wenn sie um Hilfe rufen würde. Ich bin fassungslos und traurig, weine um meinen verlorenen kleinen Freund. Ich kann jetzt jene Menschen gut verstehen, die sich ob ihrer Einsamkeit ein Tier „zulegen“ und nach dessen Tod tief trauern.
Eine nette Ankerbucht, die letzte Bucht vor der Marina Kremik, gefunden.
Eine nette Ankerbucht, die letzte Bucht vor der Marina Kremik, gefunden.
Montag, 18. August 2008
Schmalzbauer Toni ruft an, ist in der Nähe. Ich haue von der Marina Solaris ab, das ausklarieren dauert ewig lange. Der Mochatschek dort ist im Dauerstress. Bei der Organisation allerdings auch kein Wunder…… .
Ein wilder Ritt bis nach Trogir !!!! Herrliches Segeln mit 15 – 20 Knoten Wind. In der Bucht von Trogir scheußliche Böen, habe Schwierigkeiten mit dem Bergen des Groß. Werde Lazyjacks montieren und die Dirk optimieren.
Möchte mich bei Toni seitwärts dazulegen, der Marinero verjagt mich aber. Leck mich eben am Arsch, du Primitivling. Da in die Bucht der Wind reinsteht, verhole ich mich seitenhalber in die Ankerbucht Razetinovac.
Beim Kochen stelle ich mich so blöd an, dass mir drei Eier zu Boden fallen und als Draufgabe noch das Pfandl vom Kocher. Ich bin sauer. Das gute Olivenöl auf dem (Teppich…..) Boden.
Ein wilder Ritt bis nach Trogir !!!! Herrliches Segeln mit 15 – 20 Knoten Wind. In der Bucht von Trogir scheußliche Böen, habe Schwierigkeiten mit dem Bergen des Groß. Werde Lazyjacks montieren und die Dirk optimieren.
Möchte mich bei Toni seitwärts dazulegen, der Marinero verjagt mich aber. Leck mich eben am Arsch, du Primitivling. Da in die Bucht der Wind reinsteht, verhole ich mich seitenhalber in die Ankerbucht Razetinovac.
Beim Kochen stelle ich mich so blöd an, dass mir drei Eier zu Boden fallen und als Draufgabe noch das Pfandl vom Kocher. Ich bin sauer. Das gute Olivenöl auf dem (Teppich…..) Boden.
Sonntag, 17. August 2008
Abflug Richtung Kroatien. Bei Heli in Langenwang einen Teil meiner Sachen, welche ich wegen „Kentergefahr“ wieder aus dem Boot ausgeräumt habe, zwischengelagert.
Erfahre von Elfie telefonisch, dass Romeo durch ein gekipptes Fenster mit Fliegengitter (!!!!) abgehauen ist. Das ist typisch für den Racker. Ich bin unendlich traurig. Ich bin 1500Km gefahren, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, und nun das. Ob er wohl zurückkommen wird???? Ich drücke ihm die Daumen von ganzem Herzen.!!!!
Erfahre von Elfie telefonisch, dass Romeo durch ein gekipptes Fenster mit Fliegengitter (!!!!) abgehauen ist. Das ist typisch für den Racker. Ich bin unendlich traurig. Ich bin 1500Km gefahren, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, und nun das. Ob er wohl zurückkommen wird???? Ich drücke ihm die Daumen von ganzem Herzen.!!!!
Samstag, 16. August 2008
Freitag, 15. August 2008
Kater Romeo ist nun bei seinen Pflegeeltern im Waldviertel. Es ist das Beste für uns Beide, glaube ich. Bei Elfie und Heinz ist er in erfahrenen und liebevollen Händen. Danke für die liebevolle Aufnahme!
Es war wiederum ein Abschied, der mir sehr schwer gefallen ist. Der kleine Kerl ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Es war wiederum ein Abschied, der mir sehr schwer gefallen ist. Der kleine Kerl ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Donnerstag, 14. August 2008
Mittwoch, 13. August 2008
Herrliches Wetter, fast entspanntes Liegen in einer geschützten Ankerbucht. Fast entspannt, denn Kater Romeo springt über Bord, schwimmt (!!!) 25 Meter übers Meer an Land und verschwindet im Gebüsch. Nach zwei Tagen kommt er wieder, von Hunger und Durst getrieben. Ich kann ihn fangen und beschließe, ihn zurück nach Österreich zu Pflegeeltern zu bringen.
Montag, 11. August 2008
Claudia und Rudi verlassen mit ihrer McGregor 26X die Marina Richtung Norden. Wir verbrachten etliche sehr schöne Stunden miteinander, hatten viel gelacht. Vielleicht treffen sich unsere Wege ja einstens wieder. Allzeit gute Fahrt, euch beiden!!
Ich mache mich auf den Weg zur Insel „KAKAN“, um dort Toni zu treffen, der auf den Weg nach Norden ist. Katerchen kotzt mir das Boot voll.
Ich mache mich auf den Weg zur Insel „KAKAN“, um dort Toni zu treffen, der auf den Weg nach Norden ist. Katerchen kotzt mir das Boot voll.
Freitag, 8. August 2008
Ein Tag voller Hektik beginnt: Ab aufs Postamt, Vollmacht für meinen Bruder ausstellen. Aufs Meldeamt, mich in Wien anmelden. Zu einer Zulassungsstelle, Pkw und Hänger auf die neue Adresse ummelden, was natürlich andere Nummerntafeln bedeutet. Leider bekomme ich keine grünen Versicherungskarten dazu. Verdammter Bürokratenkram. Als ich die Rechnung für die Ummeldung bekomme, trifft mich fast der Schlag……
Der Abschied von meiner Mama fällt mir schwerer als ohnehin befürchtet.
Die Bremsen beim Hänger etwas nachgelassen, sie schliffen etwas. Habe es wieder einmal zu gut gemeint. Bis auf die üblichen Idioten fast problemlose Reise. Kater Romeo kotzt ins Auto und jault jämmerlich. Bei einem Routinegang ums Gespann entdecke ich zwei lockere Bootsstützen des Trailers.
Grenze Slo – Kro 45 Minuten. Auf der Gegenseite 7 km Stau, meistens Bergauf. Arme Gespannfahrer. (Kupplung….)
Bei Zagreb irres Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen. Suche mir nach Karlovac abseits der Autobahn einen Platz zum schlafen. Kater Romeo sucht das Weite und lässt seinen Menschen alleine zurück. So ein Schlawiner. Mitten in der Nacht kommt er völlig durchnässt und frierend ins Boot zurück. Lässt sich von mir Trockenrubbeln, füttern und streicheln, um kurz darauf wieder in die Finsternis zu entfleuchen….. Beim Frühstück taucht er wieder auf und tut so, als sei das das Natürlichste auf der Welt. Bei Zadar Sturmwarnung, teilweise wird die Autobahn gesperrt. Ich taste mich mit 60 Km/h bei Maslenica auf Meeresniveau hinab….Die Sturmböen zerren gewaltig am Gespann.
Ich wähle die Marina „SOLARIS“, etwas südlich von Sibenik gelegen, als Starthafen aus. Ich kenne diese Marina von früheren Törns her, der familiäre Charme, das völlige Fehlen von Chartercrews und die Nähe zu den Kornaten bewogen mich dazu.
Das Boot zu Wasser lassen mit Kran ging problemlos, ebenso das Einklarieren beim Hafenkapitän. Kater Romeo geht wieder stiften. Claudia und Rudi, meine Stegnachbarn aus Hallstatt, bringen ihn mir wieder.
Der Abschied von meiner Mama fällt mir schwerer als ohnehin befürchtet.
Die Bremsen beim Hänger etwas nachgelassen, sie schliffen etwas. Habe es wieder einmal zu gut gemeint. Bis auf die üblichen Idioten fast problemlose Reise. Kater Romeo kotzt ins Auto und jault jämmerlich. Bei einem Routinegang ums Gespann entdecke ich zwei lockere Bootsstützen des Trailers.
Grenze Slo – Kro 45 Minuten. Auf der Gegenseite 7 km Stau, meistens Bergauf. Arme Gespannfahrer. (Kupplung….)
Bei Zagreb irres Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen. Suche mir nach Karlovac abseits der Autobahn einen Platz zum schlafen. Kater Romeo sucht das Weite und lässt seinen Menschen alleine zurück. So ein Schlawiner. Mitten in der Nacht kommt er völlig durchnässt und frierend ins Boot zurück. Lässt sich von mir Trockenrubbeln, füttern und streicheln, um kurz darauf wieder in die Finsternis zu entfleuchen….. Beim Frühstück taucht er wieder auf und tut so, als sei das das Natürlichste auf der Welt. Bei Zadar Sturmwarnung, teilweise wird die Autobahn gesperrt. Ich taste mich mit 60 Km/h bei Maslenica auf Meeresniveau hinab….Die Sturmböen zerren gewaltig am Gespann.
Ich wähle die Marina „SOLARIS“, etwas südlich von Sibenik gelegen, als Starthafen aus. Ich kenne diese Marina von früheren Törns her, der familiäre Charme, das völlige Fehlen von Chartercrews und die Nähe zu den Kornaten bewogen mich dazu.
Das Boot zu Wasser lassen mit Kran ging problemlos, ebenso das Einklarieren beim Hafenkapitän. Kater Romeo geht wieder stiften. Claudia und Rudi, meine Stegnachbarn aus Hallstatt, bringen ihn mir wieder.
Donnerstag, 7. August 2008
Das Ende einer Ära……
In dieser Nacht schlief ich sehr unruhig, lag lange wach. Unzählige Gedanken gingen mir durch den Kopf. Es ist die letzte Nacht in unserem Haus, welches wir seit über sechsundzwanzig Jahren bewohnt hatten. Nun liege ich alleine hier, unsere Wege haben sich schon lange getrennt. Seltsam still ist es, wo doch einst fröhliches Kinderlachen die Räume erfüllte. Vorbei für immer…..
Das Packen und Einräumen ins Boot dauerte natürlich länger als geplant, wo soll ich bloß mit den ganzen Sachen hin? Ich hätte den Wasserpass doch 10 cm höher ziehen sollen. Oder ein größeres Schiff kaufen. Kater Romeo ahnt irgendwie, dass es mit dem beschaulichen Leben einer Landkatze wohl vorbei sein wird. Er ist unruhig, sucht meine Nähe und vermehrte Streicheleinheiten.
Abfahrt nach Wien, der erste Punkt der Reise, um 14 Uhr. Die Hauskäufer stehen vor der Türe, wollen schon einziehen. Ein letzter Rundgang. Ungewohnte Leere der Räume. Wie viele Erinnerungen kommen nochmals hoch: Der Kamin, wohliger Zufluchtsort kalter Winterabende, meine Werkstatt, der Dreh- und Hobelbank beraubt. Ein trauriger Anblick.
Schlüsselübergabe, Abschiedsworte. Langsam setzt sich das Gespann in Bewegung. Es ist viel zu schwer, ich merke es schon beim Anfahren. Wäre auch kein Wunder, bei der Zuladung. Was soll’s, ist ja das letzte Mal. Ich nehme Fahrt auf, die letzte Kurve, dann die Ortstafel: "Ortsende Karlstein". Nun ist es also endgültig: Ich verlasse meinen Heimatort für immer. Ich schaue nicht einmal mehr zurück……
Das Packen und Einräumen ins Boot dauerte natürlich länger als geplant, wo soll ich bloß mit den ganzen Sachen hin? Ich hätte den Wasserpass doch 10 cm höher ziehen sollen. Oder ein größeres Schiff kaufen. Kater Romeo ahnt irgendwie, dass es mit dem beschaulichen Leben einer Landkatze wohl vorbei sein wird. Er ist unruhig, sucht meine Nähe und vermehrte Streicheleinheiten.
Abfahrt nach Wien, der erste Punkt der Reise, um 14 Uhr. Die Hauskäufer stehen vor der Türe, wollen schon einziehen. Ein letzter Rundgang. Ungewohnte Leere der Räume. Wie viele Erinnerungen kommen nochmals hoch: Der Kamin, wohliger Zufluchtsort kalter Winterabende, meine Werkstatt, der Dreh- und Hobelbank beraubt. Ein trauriger Anblick.
Schlüsselübergabe, Abschiedsworte. Langsam setzt sich das Gespann in Bewegung. Es ist viel zu schwer, ich merke es schon beim Anfahren. Wäre auch kein Wunder, bei der Zuladung. Was soll’s, ist ja das letzte Mal. Ich nehme Fahrt auf, die letzte Kurve, dann die Ortstafel: "Ortsende Karlstein". Nun ist es also endgültig: Ich verlasse meinen Heimatort für immer. Ich schaue nicht einmal mehr zurück……
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