Dienstag, 30. September 2008
Nach der Zwangsunterbrechung wieder Abreise Richtung Kroatien. Mein Bruder Hermann fährt mit, um das Auto wieder nach Österreich zurückzubringen. Wir versuchen mit Toni, der zeitgleich zu seinem Schiff will, ein Treffen zu arrangieren, er hat aber seinen Aktenkoffer in Groß Siegharts vergessen und muss nochmals umkehren. Ziemlich stressfreie Fahrt nach Murter, wo wir dann doch noch Toni treffen, einen gemütlichen Abend mit ihm verbringen und gleich auf seinem Schiff schlafen.
Montag, 29. September 2008
Da es mit der Gipshand wirklich schwierig ist, flüssig zu Schreiben, hier nur eine Kurzfassung der letzten Tage: Die Zeit verging wie im Fluge durch die verschiedensten Erledigungen und Klärung noch anstehender Fragen, am Schnellsten verging sie leider bei den Besuchen von lieben Menschen, von denen mir der Abschied dann immer so schwer fällt.
Meine Mama bemüht sich rührend um mich, trotz ihrer Geheinschränkung durch den eben erst entfernten Gips bekocht und umsorgt sie mich wie in früheren Zeiten. Ob ich das je bei ihr irgendwie gutmachen kann?
Das Wahlergebnis hat hoffentlich die verantwortlichen Politiker endlich wachgerüttelt, um das zu tun, für das sie fürstlich entlohnt werden, nämlich ordentlich zu arbeiten. Der politische Rechtsruck des ganzen Landes, und hier wiederum ganz besonders bei den jungen Wählern, sollte doch ihnen und auch uns Alarmzeichen genug sein…..
Aber das Wichtigste ist mit heutigem Tage endgültig erledigt: Der Hausverkauf wurde beim Notar abgeschlossen!! Endlich kann ich Richtung Süden!! Höchste Zeit, denn die Herbststürme stehen in der Adria bevor, und ich habe noch kein warmes und geschütztes Plätzchen für den Winter. Jetzt heißt es schnell sein, daher fahre ich schon morgen früh mit meinem Bruder zumSchiff. Da wird es mit einem Internetzugang wieder schlecht ausschauen, daher bitte nicht böse sein, wenn es mit der „Positionsmeldung“ wieder etwas länger dauert.
Meine Mama bemüht sich rührend um mich, trotz ihrer Geheinschränkung durch den eben erst entfernten Gips bekocht und umsorgt sie mich wie in früheren Zeiten. Ob ich das je bei ihr irgendwie gutmachen kann?
Das Wahlergebnis hat hoffentlich die verantwortlichen Politiker endlich wachgerüttelt, um das zu tun, für das sie fürstlich entlohnt werden, nämlich ordentlich zu arbeiten. Der politische Rechtsruck des ganzen Landes, und hier wiederum ganz besonders bei den jungen Wählern, sollte doch ihnen und auch uns Alarmzeichen genug sein…..
Aber das Wichtigste ist mit heutigem Tage endgültig erledigt: Der Hausverkauf wurde beim Notar abgeschlossen!! Endlich kann ich Richtung Süden!! Höchste Zeit, denn die Herbststürme stehen in der Adria bevor, und ich habe noch kein warmes und geschütztes Plätzchen für den Winter. Jetzt heißt es schnell sein, daher fahre ich schon morgen früh mit meinem Bruder zumSchiff. Da wird es mit einem Internetzugang wieder schlecht ausschauen, daher bitte nicht böse sein, wenn es mit der „Positionsmeldung“ wieder etwas länger dauert.
Donnerstag, 25. September 2008
Zu Heli in die Steiermark gefahren und versucht, eine zusätzliche Version von einem weltweiten Seekartenprogramm auf meinen Schlepptop zu installieren. Leider brachte selbst Blumi, ein Fachmann auf dem Gebiet der Softwareinstallation, die beiden Gegensätze, nämlich neue Hardware / alte Software, nicht zum Laufen, schade. Trotzdem war’s ein schöner Ausflug, das Fachsimpeln mit Heli tut immer gut!
Mittwoch, 24. September 2008
Tagwache um 04:45….. Kein Scherz, den Dr. Bilek in Hoheneich (bei Gmünd / Nö) wollte mich um 08:00 unter dem Bohrer haben. Die (neuerliche) Zahnsanierung verlief ohne Probleme, ich musste dem Doc allerdings hoch und heilig versprechen, Walnüsse, Bierflaschen und ähnliches mit den dafür vorgesehenen Werkzeugen zu öffnen / knacken, und nicht mit den Zähnen. Ok, ok, mach ich, versprochen!
Am Grab meiner Großeltern eine Kerze angezündet, eine Wahlkarte besorgt, mit dem Notar einen Termin für Montag 15:00 festgelegt. Gott sei dank, dann ist endlich alles erledigt!!!
Mit Brüderchen Hermann, der mich freundlicherweise begleitete, noch einen Ausflug durchs Kamptal unternommen. War ein ganz schöner „Hatscher“, von Rosenburg nach Steinegg, dann über den Kamp und wieder retour. Aber das Wetter hat gehalten, und wir haben uns gut unterhalten. Zum krönenden Abschluss dieser Waldviertelrundfahrt gönnten wir uns bei der „Graslwirtin“ noch ein herrliches Surschnitzerl….
Da ich „klugerweise“ mein Netzteil für den Laptop im Boot vergessen habe, hat mir Hermann ein 12 Volt Netzteil geborgt, welches mir aber nach zwei Stunden abgebrannt ist. Das zweite Netzteil hielt zwar durch, konnte aber die an ihm gestellte Anforderung nicht erfüllen. Warum weiß ich nicht, es lädt einfach nicht den Akku, auch Normalbetrieb war damit nicht zu erreichen. Kurzerhand habe ich Hermanns Originalladegerät mit Hilfe von Blockklemmen und Adapterstücken an meinen Schleppi angepasst. Sonst könnte ich diese Zeilen nicht schreiben.....
Am Grab meiner Großeltern eine Kerze angezündet, eine Wahlkarte besorgt, mit dem Notar einen Termin für Montag 15:00 festgelegt. Gott sei dank, dann ist endlich alles erledigt!!!
Mit Brüderchen Hermann, der mich freundlicherweise begleitete, noch einen Ausflug durchs Kamptal unternommen. War ein ganz schöner „Hatscher“, von Rosenburg nach Steinegg, dann über den Kamp und wieder retour. Aber das Wetter hat gehalten, und wir haben uns gut unterhalten. Zum krönenden Abschluss dieser Waldviertelrundfahrt gönnten wir uns bei der „Graslwirtin“ noch ein herrliches Surschnitzerl….
Da ich „klugerweise“ mein Netzteil für den Laptop im Boot vergessen habe, hat mir Hermann ein 12 Volt Netzteil geborgt, welches mir aber nach zwei Stunden abgebrannt ist. Das zweite Netzteil hielt zwar durch, konnte aber die an ihm gestellte Anforderung nicht erfüllen. Warum weiß ich nicht, es lädt einfach nicht den Akku, auch Normalbetrieb war damit nicht zu erreichen. Kurzerhand habe ich Hermanns Originalladegerät mit Hilfe von Blockklemmen und Adapterstücken an meinen Schleppi angepasst. Sonst könnte ich diese Zeilen nicht schreiben.....
Dienstag, 23. September 2008
Faulenzertag, da der lädierte Finger ziemlich schmerzt. Nur ein anständiges Kurslineal und Papierseekarten über die Ionischen Inseln, die Straße von Otranto und den Golf von Korinth besorgt. So wiederum auf die Schnelle €180,- losgeworden……
Duschen mit der Gipshand ist so eine Sache für sich. Mit einem Billasackerl und einem Gummiringerl geht’s so halbwegs. Nur das Schreiben dieser Zeilen ist ein bisschen mühsam…..
Duschen mit der Gipshand ist so eine Sache für sich. Mit einem Billasackerl und einem Gummiringerl geht’s so halbwegs. Nur das Schreiben dieser Zeilen ist ein bisschen mühsam…..
Montag, 22. September 2008
Der Freizeitstress nimmt zu: Segelmacherin gesucht, sie auf Knien angefleht (nein, nicht um mich zu erhören….) das gute, doch leider lädierte, Stück diese Woche noch zu reparieren, da ich ja so schnell als möglich wieder in den Süden möchte, Bootszubehör (auch den verlustig gegangenen Bootshaken) gekauft, wobei ich wieder einmal feststellen musste, dass Bootszubehörhändler Apothekerpreise verlangen. Die bei Starkwind ebenfalls verlustig gegangene Sitzbank meines Schlaucherls durch ein etwas ordinäres Brett aus dem Bauhaus ersetzt, da mir leider sonst nichts anderes eingefallen ist.
Sonntag, 21. September 2008
Friedhofsbesuch, am Grab meines leider viel zu früh verstorbenen Papas eine Kerze angezündet. Das Wetter, grau in grau und viel zu kalt für die Jahreszeit, passte zu meiner Stimmung. Noch lange danach begleiteten mich wehmütige Gedanken….
Meine liebe Ex – Kollegin Isabella in Mödling besucht. So einen leckeren Kürbisauflauf wie bei ihr habe ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gegessen. Wir haben einen gemütlichen Abend verbracht, die alten Zeiten hochleben lassen und natürlich über die ehemaligen Kollegen gelästert….
Meine liebe Ex – Kollegin Isabella in Mödling besucht. So einen leckeren Kürbisauflauf wie bei ihr habe ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gegessen. Wir haben einen gemütlichen Abend verbracht, die alten Zeiten hochleben lassen und natürlich über die ehemaligen Kollegen gelästert….
Samstag, 20. September 2008
0800 Uhr (welch unchristliche Zeit….), Meidlinger Unfallkrankenhaus: „Der Finger schaut gut aus, sie bekommen nun einen Vollgips“ Na gut, macht nur….. Den Termin zur Röntgenkontrolle in einer Woche werde ich noch wahrnehmen, ob alles i.O. ist. Wenn ja, dann bin ich gleich wieder unterwegs. Mir kommt sonst wirklich noch der Winter dazwischen, und schließlich wäre es ja nicht der erste Gips, den ich mir selbst abnehme…
Freitag, 19. September 2008
„Fract. phal. prox. dig. anul. man. sin.“ Lautete heute die ernüchternde Diagnose im Meidlinger Unfallkrankenhaus. Dank meines Bruders, der mich gefahren hat, bin ich dort am Vormittag eingetroffen. Das bedeutet Gips für vier Wochen. Wie soll ich bloß mit einer Hand 30m Ankerkette mit einem 10Kg schweren Bügelanker daran Hochhieven? Na ja, wird schon irgendwie gehen. Als mir der junge Arzt die verschobene Fraktur reponierte bin ich doch etwas blass geworden und der kalte Schweiß ist mir aufgestiegen.
Donnerstag, 18. September 2008
Der Wind aus N / NO hat etwas nachgelassen, es ist aber saukalt. Ich habe keine Lust, ins Wasser zu gehen, obwohl es mir, wohl wegen der niedrigen Außentemperatur, sehr warm vorkommt. Ich möchte den Wind nutzen um in die Marina Solaris zu kommen. Mit etwas Glück und konsequentem Reagieren auf jeden Winddreher gelingt mir das auch, ohne Aufkreuzen zu müssen. Wieder ein herrlicher Schlag! (Etmal: 18sm) Beim Anlegen jedoch passiert es dann: Ich habe etwas zu viel Fahrt im Schiff, da ich wegen dem starken Seitenwind schneller anlegen will. (Meine N22 treibt ja bei Seitenwind ziemlich schnell ab, da der Lateralplan des Kielschwerters relativ gering ist) Ich versuche den Überschuss an Fahrt durch einen beherzten Griff an die (reichlich seltsam geformte) Klampe des Nachbarbootes abzufangen. Das gelingt mir auch, doch gibt es dabei ein deutlich vernehmbares, knackendes Geräusch…… Ich denke mir noch, „jetzt habe ich dem die Klampe ruiniert“. Das dem nicht so war merkte ich, als mir der Marinero die Muringleine übergab und der Ringfinger meiner linken Hand dabei nicht so recht wollte. Auch der heftig einsetzende Schmerz ließ eine böse Ahnung in mir hochsteigen. Ich verheftete trotzdem mein Boot fertig und betrachtete dann meine Hand. Der Ringfinger stand in einem etwas unnatürlichen Winkel ab, konnte keine kontrollierte Bewegung mehr durchführen, war geschwollen und begann sich bläulich zu verfärben. Na gut, hoffentlich ist es ein glatter Bruch ohne Verschiebung und hoffentlich ist die Gelenkskapsel nicht auch noch beleidigt, denn dann habe ich wohl ganz schlechte Karten. Mit Isolierband fixiere ich den lädierten Ringfinger zum Mittelfinger und beschließe, schon heute nach Österreich zu fahren, wohin ich wegen dem Notartermin und dem Zahnarztbesuch ohnehin muss. Ich kläre bei der Marinaleitung die Frage des Liegeplatzes, schlage das zerrissene Segel ab um es reparieren zu lassen, baue das defekte Barometer aus, suche den defekten Autopiloten, räume das Schiff noch zusammen und mache es Burasicher. Zwischendurch kühle ich öfters meinen beleidigten Finger. Den Bootsanhänger noch schnell angekuppelt, die persönlichen Sachen eingeräumt und los geht’s mit meinen braven Skoda Octavia, der trotz der langen Stehzeit sofort ohne zu Murren angesprungen ist. Auf der Rumpelpiste vor MARIBOR / Slo. fangen die Lichter des Hängers unkontrolliert zu flackern an. Vielleicht sollte ich auf dem besseren Feldweg doch nicht so tief fliegen…..
In Langenwang / Stmk. Lasse ich den Hänger bei Heli stehen, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, diesen auf seinem Grund einen Stellplatz zu bieten. Er dopt mich noch mit Kaffee, dann geht’s weiter Richtung Wien zu Mama, die ihrerseits soeben den Gips abbekommen hat. Ankunft ca. 23 Uhr, bis auf die üblichen Idioten problemlose Fahrt, kein Aufenthalt an den Grenzen.
In Langenwang / Stmk. Lasse ich den Hänger bei Heli stehen, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, diesen auf seinem Grund einen Stellplatz zu bieten. Er dopt mich noch mit Kaffee, dann geht’s weiter Richtung Wien zu Mama, die ihrerseits soeben den Gips abbekommen hat. Ankunft ca. 23 Uhr, bis auf die üblichen Idioten problemlose Fahrt, kein Aufenthalt an den Grenzen.
Mittwoch, 17. September 2008
Das war wieder ein Tag….. Begonnen hat es wie immer harmlos. Abschied von Heli, Rudi und Inge. Kurs Richtung Süden. Aber gleich in der Ersten Böe zerreißt das Groß. Meine Schuld, ich habe versucht, die Öse des Flachreffs zum Befestigen des Unterlieks am Baum zu verwenden. Dieser, normalerweise nicht zugedachten, Aufgabe war diese leider nicht gewachsen. (Ich wollte mit dieser Maßnahme den Baum Höherbringen, um die Sprayhood während des Segelns stehen lassen zu können) Ein unangenehm klingendes „Ratsch“, und schon flatterte das Achterliek unkontrolliert. Schöne Sch…. . Um den Schaden nicht noch größer zu machen, schnell in den Wind gedreht und das erste Reff eingebunden. Bis ich einen Segelmacher finde bin ich also nur mit „Halbgas“ unterwegs. Dann folgte wieder das Übliche: Blister rauf, Blister runter. Blister zum Spinnaker umfunktioniert, Blister zum Gennaker umfunktioniert, Panik bekommen, Blister ganz weg. Hab ich das in meinem Alter noch notwendig?? Vor Murter möchte ich mir eine Jause gönnen, da ich in einer Flaute dümple. Kaum habe ich Paprika, Tomaten, Salami etc. angerichtet faucht es ansatzlos los, dass mir Hören und Sehen vergeht. War ich froh, dass das erste Reff schon eingebunden war!! Im „Sauseschritt“ und teilweise beängstigender Schräglage ging es (wieder einmal…) zwischen den Untiefen vor Murter in eine halbwegs geschützte Bucht, wo ich mich von dem Schrecken erhole, aber keine wirkliche Ruhe finde, da es ziemlich bläst und mein altes Mädchen wie wild um die Ankerkette tanzt. Ich habe aber eine Bucht gewählt, wo keine Welle entstehen kann, daher kann auch nicht viel passieren. Trotzdem, ich stecke dreißig Meter Kette raus und halte bis Mitternacht Ankerwache. Dann lässt es etwas nach und ich gehe nach einer Ankerkontrolle schlafen. Diesmal allerdings warm eingepackt, denn die Bura ist eiskalt.
Etmal 28sm, teilweise herrlich, teilweise stressig.
Etmal 28sm, teilweise herrlich, teilweise stressig.
Dienstag, 16. September 2008
Nachricht von Tina und Michi bekommen! Den Beiden geht es gut, sie sind gerade von Mallorca Richtung Ibiza mit ihrer „DA CAPO“ unterwegs. Ich drücke Euch von ganzem Herzen die Daumen, dass ihr gut aus dem Mittelmeer hinauskommt!!! Aber die Beiden schaffen das schon, [Einschleimmodus/on] Michi ist schließlich ein Profiskipper und Tina als Crew ein mehr als fähiges Mädchen. [Einschleimmodus/off] Nur wirklich schade, dass ich die zwei nicht mehr treffen werde….
Hier bläst es immer noch ganz schön, ein warmes Jäckchen ist angesagt. Wurscht, morgen schmeiße ich mich wieder auf die Piste, Richtung Süden in die Marina Solaris. Werde beim Start sicherheitshalber die Sturmfock setzen und zumindest das Erste Reff einbinden. Man kann ja nie wissen, und der Wetterbericht verheißt auch nichts Gutes.
Übrigens ist der Empfang vom „Navtex“ Gerät bis jetzt einwandfrei, auch in den Buchten und auf den Inseln, die Wettervorhersagen sind ziemlich exakt. Der Kauf dieses Gerätes war ein Gewinn bezüglich Sicherheit.
Hier bläst es immer noch ganz schön, ein warmes Jäckchen ist angesagt. Wurscht, morgen schmeiße ich mich wieder auf die Piste, Richtung Süden in die Marina Solaris. Werde beim Start sicherheitshalber die Sturmfock setzen und zumindest das Erste Reff einbinden. Man kann ja nie wissen, und der Wetterbericht verheißt auch nichts Gutes.
Übrigens ist der Empfang vom „Navtex“ Gerät bis jetzt einwandfrei, auch in den Buchten und auf den Inseln, die Wettervorhersagen sind ziemlich exakt. Der Kauf dieses Gerätes war ein Gewinn bezüglich Sicherheit.
Montag, 15. September 2008
Wandertag, kleinere Reparaturen am Boot erledigt. Mich erstaunt hier immer wieder die Diskrepanz zwischen gepflegten Neubauten und dem morbiden Zustand ganzer Häuserzeilen. Mit Heli nach PREKO essen gefahren. Es war zwar ganz gut, das Preis / Leistungsverhältnis stimmt aber nicht.
Man merkt ganz deutlich das Ende der Saison, in den Lokalen ist nur mehr sehr wenig Betrieb, allerdings sind viele Segelschiffe unterwegs. Klar, für die „richtigen“ Segler geht jetzt die Saison erst so richtig los, da um diese Jahreszeit die Windstärke und –Häufigkeit kontinuierlich zunimmt. Noch immer Starkwind.
Man merkt ganz deutlich das Ende der Saison, in den Lokalen ist nur mehr sehr wenig Betrieb, allerdings sind viele Segelschiffe unterwegs. Klar, für die „richtigen“ Segler geht jetzt die Saison erst so richtig los, da um diese Jahreszeit die Windstärke und –Häufigkeit kontinuierlich zunimmt. Noch immer Starkwind.
Sonntag, 14. September 2008
Unter Segel bis in die Marina SUTOMISCICA. Ich lege mich aber seitenhalber an die Kaimauer des Dorfhafens, denn die 40,- € pro Nacht in der Marina sind mir denn doch eindeutig zu viel. Gemütlichen Nachmittag mit Heli, Inge und Rudi verbracht. Der Wind wird heftiger, über das Velebitgebirge bricht die Borawalze herab. Es geht los, ich liege aber sicher. Ein ziemlicher Wettersturz ist die Folge, es wird saukalt. Ich habe natürlich kein warmes Gewand mehr, das habe ich ja alles dem roten Kreuz geschenkt. Im Ösiland schneit es bis 1500m herab. Ich sollte ja schon lange Richtung Süden unterwegs sein, aber der Notartermin ist immer noch nicht fix.
Samstag, 13. September 2008
In der Nacht Regen und Gewitter. Ich liege sicher vor zwei Anker. Heli kommt in seine Marina SUTOMISCICA, Insel UGLJAN. Ich fahre ihn besuchen. Schön langsam komme ich mir vor wie so ein einheimischer Inseldampfer. Ich komme bis zur Durchfahrt zwischen den Inseln PASMAN und UGLJAN, dort an eine Boje. Kurz vorher hat mich eine Regenfront erwischt. Bei fünf Knoten Fahrt hoch am Wind kein Vergnügen. Überhaupt als Brillenträger…. Macht nichts, es kann nicht immer die Sonne scheinen.
Heli holt mich mit dem Auto ab, wir fahren nach KUKLJICA essen, verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.
Etmal 33sm
Heli holt mich mit dem Auto ab, wir fahren nach KUKLJICA essen, verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.
Etmal 33sm
Freitag, 12. September 2008
Wieder Wandertag. Ich durchstreifte die Insel auf abenteuerlichen Pfaden. Ich dachte immer das Waldviertel sei „steinreich“, aber das war nichts gegen die Gegend hier: Schroff und kahl, ausgebrannt, zerklüftete Felsen, oft messerscharf, teilweise zu scharfkantigem Schotter zerfallen, nur Maccia, Krüppeleichen, Kiefern mit abenteuerlichem Wuchs, vom Wind gebeugt. Hier begegnete ich auch meiner ersten Schlange heuer: Nicht besonders groß, vielleicht einen halben Meter lang, braun, mit lang auslaufenden Schwanz. Wahrscheinlich eine harmlose Natter. Mehr konnte ich nicht wahrnehmen, da das Reptil, für mich unerwartet und ziemlich schnell, durch meine Beine durchflitzte und in einer Felsspalte verschwand. Ich legte kurzfristig einige Steppschritte ein, einerseits um das Tierchen mit meinen 43er Tretern nicht zu verletzen, andererseits wollte ich dieselben Treter natürlich aus dem Bissbereich der Schlange bringen. Man(n) weiß ja nie…. In dieser Einöde wurde man mich nur durch Zufall finden.
Die Reste eines Römerkastells besichtigt. Ich frage mich bloß, was haben die in dieser gottverlassenen Gegend gesucht? Hierbei kann sich nur um die Demonstration ihres Machtanspruches gehandelt haben. Oder vielleicht doch um die Sicherung eines der Ersten natürlichen Häfen, wenn man von Süden kommt? Ich werde es wohl nie erfahren….
In den Höhlen und verlassenen Bunkern leben Fledermäuse. (Um welche Art es sich dabei handelt weiß ich leider nicht) Die hatten mit meinem Besuch verständlicherweise wenig Freude. Wobei ich unterschiedliche Verhaltensweisen der Tiere feststellen konnte: Einige versuchten an mir vorbei zu fliegen, trauten sich aber offensichtlich nicht. Erst als ich mich hinhockerlte, flogen sie über mich hinweg. Andere pfiffen sich nichts und flatterten knapp an mir vorüber. Und einige, es war kaum zu glauben, blieben einfach, nach altem Fledermausbrauch mit dem Kopf nach unten, an der Decke hängen. Nach dem die Gänge nicht sehr hoch sind versuchte ich so einen Nachwuchsvampir zu berühren. Es gelang mir tatsächlich! Er (oder sie) wackelte ein bisschen mit den Ohren, fletschte etwas mit dem Hundegebiss, aber sonst war nichts. Das Fell war glatt und kurzhaarig. Ob diese Verhaltensweisen durch das Licht meiner Kopflampe beeinflusst wurden, kann ich nicht beurteilen.
Noch kleinere Reparaturen am Boot durchgeführt, das störende Babystag entfernt (Ich werde die Sturmfock freifliegend am Fall setzen) und „Lazyjacks“ (= Hilfsleinen zum leichteren Bergen des Großsegels) montiert. Dabei mit Hilfe meiner Steigklemmen (in Kombination mit dem Lifebelt zur Eigensicherung) den Mast aufgeentert.
Die Reste eines Römerkastells besichtigt. Ich frage mich bloß, was haben die in dieser gottverlassenen Gegend gesucht? Hierbei kann sich nur um die Demonstration ihres Machtanspruches gehandelt haben. Oder vielleicht doch um die Sicherung eines der Ersten natürlichen Häfen, wenn man von Süden kommt? Ich werde es wohl nie erfahren….
In den Höhlen und verlassenen Bunkern leben Fledermäuse. (Um welche Art es sich dabei handelt weiß ich leider nicht) Die hatten mit meinem Besuch verständlicherweise wenig Freude. Wobei ich unterschiedliche Verhaltensweisen der Tiere feststellen konnte: Einige versuchten an mir vorbei zu fliegen, trauten sich aber offensichtlich nicht. Erst als ich mich hinhockerlte, flogen sie über mich hinweg. Andere pfiffen sich nichts und flatterten knapp an mir vorüber. Und einige, es war kaum zu glauben, blieben einfach, nach altem Fledermausbrauch mit dem Kopf nach unten, an der Decke hängen. Nach dem die Gänge nicht sehr hoch sind versuchte ich so einen Nachwuchsvampir zu berühren. Es gelang mir tatsächlich! Er (oder sie) wackelte ein bisschen mit den Ohren, fletschte etwas mit dem Hundegebiss, aber sonst war nichts. Das Fell war glatt und kurzhaarig. Ob diese Verhaltensweisen durch das Licht meiner Kopflampe beeinflusst wurden, kann ich nicht beurteilen.
Noch kleinere Reparaturen am Boot durchgeführt, das störende Babystag entfernt (Ich werde die Sturmfock freifliegend am Fall setzen) und „Lazyjacks“ (= Hilfsleinen zum leichteren Bergen des Großsegels) montiert. Dabei mit Hilfe meiner Steigklemmen (in Kombination mit dem Lifebelt zur Eigensicherung) den Mast aufgeentert.
Donnerstag, 11. September 2008
Kein Wind. Toni verschwindet mit der „Dobersbergerpartie“ nach Dugi Otok / Sali, ich Motore nur bis zur Insel ZIRJE, wo es am Südzipfel eine geschützte Ankerbucht gibt. ( MALA STUPICA) Ich lege einen Wandertag ein, erforsche die (ehemaligen) Befestigungsanlagen, Bunker und Tunnel der Insel, klettere wie eine Gämse in den Felsen herum. Körperliche Betätigung tut mir gut, da auf meinem kleinen Boot die Bewegungsmöglichkeiten doch sehr stark eingeschränkt sind.
Ich koche meine Spaghetti mit reinem Meerwasser. Das war dann doch zuviel des Guten. Ich esse sie zwar, beim nächsten Mal nehme ich aber Hälfte Süßwasser, Hälfte Meerwasser….. Muss ich mir für die Kartoffelzubereitung auch merken.
Ich koche meine Spaghetti mit reinem Meerwasser. Das war dann doch zuviel des Guten. Ich esse sie zwar, beim nächsten Mal nehme ich aber Hälfte Süßwasser, Hälfte Meerwasser….. Muss ich mir für die Kartoffelzubereitung auch merken.
Mittwoch, 10. September 2008
Mit Rosi und Gerhard gestern noch einen sehr netten Abend gehabt, leider hatten wir mit der Wahl der Lokalitäten ein bisschen Pech: Wir bekamen keine Palatschinken und Gerhard zusätzlich keinen Pelinkovac. Ansonsten alles im gastronomisch grünen Bereich. Der Nordwind schläft ein, es wird eine ruhige Nacht.
In der früh eingekauft, Müll entsorgt, Wasser gebunkert, dann aus dem Inselgewirr von Murter unter Segel hinausgekreuzt. Es erstaunt mich immer wieder, wie viele „Segler“ unter Maschine fahren, obwohl sie doch nur „am Schnürl“ zu ziehen bräuchten, um eins mit den sie umgebenden Elementen zu werden. Wie dem auch sei, für mich beginnt wieder ein traumhafter Segeltag. Herrliches Wetter. Kurs Richtung Insel KAKAN, wo ich mich mit Toni treffen werde. N / NW Wind, 10 – 15 Knoten, auffrischend und teilweise böig. Ich hatte alles: Vom Blister bis zum ersten Reff, die ganze Palette. Es war einfach herrlich. Alle Manöver klappen, ich bin glücklich. Manöversegeln vor den Inseln KAKAN und KAPRIJE. Anschließend kuschle ich mein Boot an Tonis 45er, der schon vor Anker liegt. Wir verbringen einen gemütlichen Abend mit der „Dobersbergerpartie“.
Den Bergeschlauch vom Blister habe ich entfernt, so „nackt“ tue ich mir leichter, das Setzen und Bergen des Blisters geht wesentlich reibungsloser (im Lee des Großs).
In der früh eingekauft, Müll entsorgt, Wasser gebunkert, dann aus dem Inselgewirr von Murter unter Segel hinausgekreuzt. Es erstaunt mich immer wieder, wie viele „Segler“ unter Maschine fahren, obwohl sie doch nur „am Schnürl“ zu ziehen bräuchten, um eins mit den sie umgebenden Elementen zu werden. Wie dem auch sei, für mich beginnt wieder ein traumhafter Segeltag. Herrliches Wetter. Kurs Richtung Insel KAKAN, wo ich mich mit Toni treffen werde. N / NW Wind, 10 – 15 Knoten, auffrischend und teilweise böig. Ich hatte alles: Vom Blister bis zum ersten Reff, die ganze Palette. Es war einfach herrlich. Alle Manöver klappen, ich bin glücklich. Manöversegeln vor den Inseln KAKAN und KAPRIJE. Anschließend kuschle ich mein Boot an Tonis 45er, der schon vor Anker liegt. Wir verbringen einen gemütlichen Abend mit der „Dobersbergerpartie“.
Den Bergeschlauch vom Blister habe ich entfernt, so „nackt“ tue ich mir leichter, das Setzen und Bergen des Blisters geht wesentlich reibungsloser (im Lee des Großs).
Dienstag, 9. September 2008
Bei Fastflaute weiter Richtung Süden. Wieder setze ich das große bunte Ding, mit dem ich etwas auf Kriegsfuß stehe. Es geht aber immer besser. Das übliche Chaos vor BIOGRAD, orientierungslose Kleinwasserfahrzeuge behindern mein hurtiges Vorankommen, Winddreher, Düseneffekte bringen mein Boot (und den Skipper) ins Trudeln, Motorbootfahrer schauen mir verständnislos nach, als ich unter Blister zwischen ihnen durchsegle, der Wind frischt auf und schralt. Das übliche Programm halt. Zwischen den Untiefen wieder rein nach MURTER, wo ich endlich wieder Internet am Boot habe. Vor der Ortschaft Murter vor Anker gegangen.
Etmal 20sm
Etmal 20sm
Montag, 8. September 2008
Ich hab’s verschrien!!!! Das Gewitter war erst der Vorbote!!!! In der Nacht war dann erst so richtig der Teufel los. Um drei Uhr weckte mich ein „Kanonenschlag“, ich dachte zuerst, irgendwer hat mir einen Schweizerkracher ins Boot geschmissen. Es war aber „nur“ der Donner. Taghell erleuchteten die Blitze gespenstisch die Umgebung. Um mich herum spielte es sich ab, dass mir Angst und Bang wurde. Zum Glück lag ich in einer geschützten Bucht gut verankert. Der Himmel öffnete seine Pforten, und das ausgedörrte Land bekam endlich Regen. Aber muss es denn gleich soviel auf einmal sein ???? Ein Gutes hatte der Regen noch, mein schon mit einer Salzkruste überzogenes Boot wurde wieder sauber, genauso wie einige Handtücher, die ich raushing. Das ich diese überraschende und kostenlose Süßwasserdusche persönlich auch ausnützte, war klar: Ich um drei Uhr morgens wie ein tanzender Derwisch mit rhythmischen Bewegungen Körperhygiene auf dem Vorschiff betreibend, Shampoo in den Augen, das Ganze mit Blitz und Donner untermalt. Und wieder keine(r) da, um Aufnahmen zu machen…..
In der Früh drehte der Wind auf Nord, ich nütze die Gelegenheit, um an der Ostseite von Olib und Ugljan wieder nach Süden zu gelangen. Somit war die Insel Olib der nördlichste Punkt dieser (eingeschobenen) Rundreise. Herrliches Segeln mit „Rückenwind“, an ZADAR vorbei, bis zur PROLAZ ZDRELAC, das ist die enge Durchfahrt zwischen den Inseln Ugljan und Pasman. Dort an eine Boje gelegt.
Das Boot kontrolliert, der Wassereinbruch im Kokerbereich ist (fast…) ganz dicht. Auch sonst ist beim Boot alles i.O.
Etmal 32sm.
In der Früh drehte der Wind auf Nord, ich nütze die Gelegenheit, um an der Ostseite von Olib und Ugljan wieder nach Süden zu gelangen. Somit war die Insel Olib der nördlichste Punkt dieser (eingeschobenen) Rundreise. Herrliches Segeln mit „Rückenwind“, an ZADAR vorbei, bis zur PROLAZ ZDRELAC, das ist die enge Durchfahrt zwischen den Inseln Ugljan und Pasman. Dort an eine Boje gelegt.
Das Boot kontrolliert, der Wassereinbruch im Kokerbereich ist (fast…) ganz dicht. Auch sonst ist beim Boot alles i.O.
Etmal 32sm.
Sonntag, 7. September 2008
Die Insel Olib durchwandert. Leider sind die Kapellen von Sv. Roku und Sv. Nikola zugesperrt. Wobei ich mich immer wieder frage, wie ärmlich und karg die Menschen hier vor Jahrhunderten wohl gelebt haben und welch innige Verbindung sie zu ihrer Heimat gehabt haben müssen, um diese endlosen, oft meterdicken, Steinwälle errichten zu können, damit sie der Natur in diesen Steinwüsten ein Fleckchen urbaren Bodens abringen konnten. Heute sind diese, früher landwirtschaftlich genutzten, Flächen großteils verödet und von Maccia durchdrungen. Viele von den Ölbäumen werden nicht mehr gepflegt und wohl auch nicht abgeerntet. Lohnt sich wahrscheinlich nicht mehr, in unserer Konsumorientierten Husch – Husch Welt….. Ich glaube, die chinesischen Mauer(n) erreichen nicht die Ausdehnung dieser kroatischen Steinwälle. Jeder Stein einzeln, sorgsam zu Trockenmauern hochgeschlichtet, um das bisschen Erde, meist rötlich gefärbt, zu schützen, damit sie die Bura und die Winterstürme nicht verbläst. Eine für mich fast unvorstellbare Arbeitsleistung.
Am frühen Abend ein Gewitter. Wer war dabei auf dem Meer unterwegs? Riiiiiichtig, Gerhard natürlich, wer sonst! Irgendwie liebe ich Gewitter. Diese unheilschwangere Stimmung, einer unbestimmten Drohung gleich, die jagenden und dräuenden Wolkenbilder in immer wieder neuen Formen, der weit übers Meer grollende Donner und das Farben- und Formenspiel der Blitze beeindrucken mich immer wieder aufs Neue.
An der Nordspitze von Olib vor Anker gelegt. In der Nacht nervt ein Fischer, der in schneller Fahrt, mit einem sehr starken, ins Wasser gerichteten Scheinwerfer, und mit langen Speeren ausgerüstet, im wilden Zick – Zackkurs mehrmals gefährlich nahe an meinem Boot vorbeirauschte. Leider habe ich keine Ahnung, hinter was der mit dieser archaischen Technik her war.
Am frühen Abend ein Gewitter. Wer war dabei auf dem Meer unterwegs? Riiiiiichtig, Gerhard natürlich, wer sonst! Irgendwie liebe ich Gewitter. Diese unheilschwangere Stimmung, einer unbestimmten Drohung gleich, die jagenden und dräuenden Wolkenbilder in immer wieder neuen Formen, der weit übers Meer grollende Donner und das Farben- und Formenspiel der Blitze beeindrucken mich immer wieder aufs Neue.
An der Nordspitze von Olib vor Anker gelegt. In der Nacht nervt ein Fischer, der in schneller Fahrt, mit einem sehr starken, ins Wasser gerichteten Scheinwerfer, und mit langen Speeren ausgerüstet, im wilden Zick – Zackkurs mehrmals gefährlich nahe an meinem Boot vorbeirauschte. Leider habe ich keine Ahnung, hinter was der mit dieser archaischen Technik her war.
Samstag, 6. September 2008
Wieder eine ungestörte Nacht, ich lege ab Richtung OLIB, einer netten Insel nördlich von DUGI OTOK. Und mache dabei schon wieder einen Fehler: Ich lege unter Segel ab, und setze gleich Vollzeug. Dass das ein Fehler war merkte ich sofort, als ich aus dem schützenden Bereich der Bucht kam. Mein altes Mädchen verbeugte sich einmal artig gaaaanz tief nach Lee, um dann sofort, während es sich wieder aufrichtete, mit einer eleganten, aber ziemlich rasanten, Drehung in den Wind zu schießen. Dass der hoffnungsvolle Nachwuchsskipper (ich….) dabei alle Hände voll zu tun hatte, selbst nicht über Bord zu gehen, war die logische Folge davon. Mit Mühe und leicht flatternden Groß kam ich den Windschatten einer Halbinsel, wo ich das Groß wieder bergen konnte und unter Fock alleine einen nördlichen Kurs anliegen konnte. Auf einmal lief das Boot ohne ersichtlichen Grund aus dem Ruder, die Ursache: Der Autopilot war kaputtgegangen!!! Einfach so, ohne Überbelastung, ohne Stress. Einmal habe ich das Mistding ja schon repariert, bin gespannt, was es diesmal ist…. Na gut, dann muss Papa himself eben wieder ran, auch kein Problem. Ziemlicher Wellengang zwischen SKARDA und OLIB. Kein Wunder, ist ja genug offener Seeraum da. Mein altes Mädchen hält sich prächtig, schwimmt wie ein Korken obenauf. Ich lande in der Bucht Sveti Nikola (Sveti = heilig), lege mich an eine Boje. Hier bin ich alleine. Nachsaison eben, sehr gut.
Mit Schrecken entdecke ich dann, dass in den Backskisten das Wasser (salzig…) ca. 20cm hoch steht. Der Skipper erstickt die aufkommende Panik an Bord im Keim……Backskisten ausgeräumt, Wasser abgepumpt, Ursachenforschung betrieben. Beim Ruderkoker tritt das Wasser ein. Ich dachte zuerst, die beiden unteren Schlauchklemmen des den Ruderschaft umgebenden Schlauches wären nicht fest genug angezogen gewesen, aber das war’s nicht, viel schlimmer: Das untere Ruderlager an sich ist undicht! Was ich dort unten, schwitzend, fluchend, in demütiger, stark gekrümmter Haltung sah, trieb mir die Zornesröte ins Gesicht: Einen so einen Pfusch habe ich noch selten erlebt. Ganz, ganz schleißig einlaminiert, ein so ein wichtiges Teil! Unzählige Schiffe sind schon gesunken, wegen Wassereinbruchs im Kokerbereich! Mit Bordmitteln (Freund Heli’s Wunder – Knetmasse, die mich, respektive das Boot, schon einmal gerettet hat – damals Wassereinbruch im Kielbereich) den Einbruch gestoppt und den Bereich verstärkt. Morgen werde ich sehen, ob die Sache dicht ist. Eine ernste Angelegenheit, ich überlege, ob ich das Boot nicht aus dem Wasser nehmen und den Bereich neu aufbauen soll. Ich vermute, dass bei stärkerem Seegang und dem daraus resultierenden stärkeren Belastungen am Ruderlager mehr Wasser eintritt. Wenn mir das mitten im Atlantik passiert, schau ich blöd……
Dass das sündteure (und bereits einmal vom Hersteller reparierte) Digitalbarometer sein elektronisches Leben ausgehaucht hat, konnte mich heute auch nicht mehr erschüttern.
Mit Schrecken entdecke ich dann, dass in den Backskisten das Wasser (salzig…) ca. 20cm hoch steht. Der Skipper erstickt die aufkommende Panik an Bord im Keim……Backskisten ausgeräumt, Wasser abgepumpt, Ursachenforschung betrieben. Beim Ruderkoker tritt das Wasser ein. Ich dachte zuerst, die beiden unteren Schlauchklemmen des den Ruderschaft umgebenden Schlauches wären nicht fest genug angezogen gewesen, aber das war’s nicht, viel schlimmer: Das untere Ruderlager an sich ist undicht! Was ich dort unten, schwitzend, fluchend, in demütiger, stark gekrümmter Haltung sah, trieb mir die Zornesröte ins Gesicht: Einen so einen Pfusch habe ich noch selten erlebt. Ganz, ganz schleißig einlaminiert, ein so ein wichtiges Teil! Unzählige Schiffe sind schon gesunken, wegen Wassereinbruchs im Kokerbereich! Mit Bordmitteln (Freund Heli’s Wunder – Knetmasse, die mich, respektive das Boot, schon einmal gerettet hat – damals Wassereinbruch im Kielbereich) den Einbruch gestoppt und den Bereich verstärkt. Morgen werde ich sehen, ob die Sache dicht ist. Eine ernste Angelegenheit, ich überlege, ob ich das Boot nicht aus dem Wasser nehmen und den Bereich neu aufbauen soll. Ich vermute, dass bei stärkerem Seegang und dem daraus resultierenden stärkeren Belastungen am Ruderlager mehr Wasser eintritt. Wenn mir das mitten im Atlantik passiert, schau ich blöd……
Dass das sündteure (und bereits einmal vom Hersteller reparierte) Digitalbarometer sein elektronisches Leben ausgehaucht hat, konnte mich heute auch nicht mehr erschüttern.
Freitag, 5. September 2008
Ruhige Nacht vor Anker. Es ist zwar eine mit Bojen ausgelegte Bucht, ich ziehe dennoch das Liegen mit meinem zuverlässigen Bügelanker vor. Die Bojen – Abkassierer lassen mich dann auch ungeschoren davonkommen. Der Südwind wächst zu einem Jugo heran, der etwas Regen und Wolken bringt. („Jugo“ ist Serbo - kroatisch und bedeutet „Süden“) Ich lege einen Wandertag ein, der Leuchtturm von VELI RAT ist leider nicht zu besteigen. Immerhin ist er imposante 41m hoch und einer der äußersten Vorposten Kroatiens ins offene Meer hinaus. Aber auch so ist das Schauspiel, welches das durch den Südwind aufgepeitschte Meer bietet, vom Kap aus betrachtet, grandios. Bedingt durch den langen, durch keine Landmasse gestörten, Seegang weit aus dem Süden herauf bauen sich teils mächtige Wellen auf, welche sich dann im seichten Wasser brechen und an den Felsen des flachen Kaps mit ohrenbetäubendem Getöse in unzählige, wie Regenbogen schimmernde, Wassertropfen zerschellen. Hoch fliegt die Gischt und nimmt die Sicht. Manchmal klingt es wie dumpfer Kanonendonner, unheilvoll und drohend. Ich bin froh, in einer geschützten Bucht zu liegen. Leider ist das Kap mit unzähligen, Festhaftenden Brocken harten Teers, die Pest der Meere, bedeckt. Ergebnis illegaler Tankreinigungen, Missgeschicke, Unfälle? Wer kann es sagen….
Donnerstag, 4. September 2008
Von ein paar Böen abgesehen eine ruhige Nacht. Fast ruhig, denn die Bewohner oder Gäste der paar Häuser in der Bucht, der Sprache nach Italiener, sangen dreistimmig (laut, falsch und mit wachsender Begeisterung), nur unterbrochen von unartikuliertem Schreien von Haus zu Haus. Das Schlimme daran: Um neun Uhr vormittags ging es wieder los damit ……
Der Wind frischt auf, kommt aus S – SO genau richtig, um mich nach Norden zu treiben. Wie, konnte ich noch nicht ahnen…. Es fing schlecht an, da genau beim Auslaufen aus der Bucht ein Fischer mit so einem untermotorisierten Kleinwasserfahrzeug meinen Weg kreuzte. Ich noch beim Segelsetzen, schon in Fahrt, er in einem nicht nachvollziehbaren Zick – Zackkurs mir entgegen. Das konnte nicht gut gehen. Ich fuhr mit Backstehendem Vorsegel ein Manöver des letzten Augenblickes, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Das Ende vom Lied war eine gegenseitige Schimpfkanonade allerhöchster Güte, wobei der verkappte Nachwuchsfischer als Höhepunkt seiner Aktivitäten mir mit einem alten Fischermesser drohte. Das Lachen verging dem Trottel aber, als ich mit meiner Machete (45cm wirksame Einsatzlänge….) wild zu ihm rüberfuchtelte und ihm androhte, damit seinen Schniedelwutz zu bearbeiten…..
Die nächsten zwei Stunden war somit schlechte Laune angesagt. Gott sei Dank beschäftigte mich der immer stärker werdende Wind aber so sehr, dass ich den Zwischenfall rasch vergaß und mich auf das Segeln konzentrierte. Das war auch gut so, denn „Butterfly“ Segeln bei 15Knoten Wind mit einer 22er verlangt schon einiges an Konzentration. Die längst verlassenen U – Boot Bunker, die früher meine Neugierde beschäftigt hatten, ließ ich diesmal links liegen, dazu war der Wind viel zu herausfordernd. Mein Autopilot, einer von meinen zwei Autohelm ST1000+ und ST2000+, ansonsten ein relativ zuverlässiger Begleiter, war bei diesen Bedingungen hoffnungslos überfordert, daher musste Papa himself ans Ruder, und das stundenlang, bis an die Nordspitz der Insel DUGI OTOK, dort wollte ich in die Ankerbucht „PANTERA“. Leider unterschätzte ich, nun hoch am Wind, die Größe der dortigen Wasserfläche, wodurch sich Wind und Welle ziemlich aufbauen konnten. Nun machte ich einen (schon einmal gemachten….) Fehler: Ich merkte zu spät den Unterschied zwischen „Affengeil, ich wusste gar nicht, dass das alte Mädchen so schnell sein kann“ und „Reff doch endlich, du Idiot, 25 Knoten Wind sind zu viel für Vollzeug!!“ Die Folge – beängstigende Schräglage, viel Wasser übers Deck (Merke: die Sprayhood, da zu hoch, kann ich ja beim Segeln nicht einsetzen…) und einige Sonnenschüsse. Mit dem zweiten Reff (bei dem Wind es einzubinden war auch kein Vergnügen) ging’s dann wesentlich besser, immer noch 5,5 Knoten bei 25 Grad Schräglage. Adrenalin pur. Ein kurzes Stück habe ich es ohne Vorsegel probiert, das war aber nichts. So kann man keine Höhe laufen. Ein Topgetakeltes Boot holt nun mal seine Kraft hauptsächlich aus dem Vorsegel. Tolles Segeln, allerdings anstrengend. Ich war dann froh, in eine geschützte Ecke zu kommen und das Boot aufklarieren zu können.
Etmal: 28sm (Für die Landratten: Etmal ist nichts Unanständiges. Mit „Etmal“ bezeichnet man die in einem Tag zurückgelegte / gefahrene / gesegelte Wegstrecke. Wobei der Beginn der Messung, je nach Weltanschauung, um Mitternacht oder Mittag zu erfolgen hat. Bei mir beginnt die Messung wenn ich wegfahre und endet, wenn ich anlege (oder ankere). So einfach ist das bei mir…..
Für die Zukunft, lieber Gerhard - einfach die alte Seemannsregel beachten: „Reffe, wenn du das Erste mal daran denkst“.
Der Wind frischt auf, kommt aus S – SO genau richtig, um mich nach Norden zu treiben. Wie, konnte ich noch nicht ahnen…. Es fing schlecht an, da genau beim Auslaufen aus der Bucht ein Fischer mit so einem untermotorisierten Kleinwasserfahrzeug meinen Weg kreuzte. Ich noch beim Segelsetzen, schon in Fahrt, er in einem nicht nachvollziehbaren Zick – Zackkurs mir entgegen. Das konnte nicht gut gehen. Ich fuhr mit Backstehendem Vorsegel ein Manöver des letzten Augenblickes, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Das Ende vom Lied war eine gegenseitige Schimpfkanonade allerhöchster Güte, wobei der verkappte Nachwuchsfischer als Höhepunkt seiner Aktivitäten mir mit einem alten Fischermesser drohte. Das Lachen verging dem Trottel aber, als ich mit meiner Machete (45cm wirksame Einsatzlänge….) wild zu ihm rüberfuchtelte und ihm androhte, damit seinen Schniedelwutz zu bearbeiten…..
Die nächsten zwei Stunden war somit schlechte Laune angesagt. Gott sei Dank beschäftigte mich der immer stärker werdende Wind aber so sehr, dass ich den Zwischenfall rasch vergaß und mich auf das Segeln konzentrierte. Das war auch gut so, denn „Butterfly“ Segeln bei 15Knoten Wind mit einer 22er verlangt schon einiges an Konzentration. Die längst verlassenen U – Boot Bunker, die früher meine Neugierde beschäftigt hatten, ließ ich diesmal links liegen, dazu war der Wind viel zu herausfordernd. Mein Autopilot, einer von meinen zwei Autohelm ST1000+ und ST2000+, ansonsten ein relativ zuverlässiger Begleiter, war bei diesen Bedingungen hoffnungslos überfordert, daher musste Papa himself ans Ruder, und das stundenlang, bis an die Nordspitz der Insel DUGI OTOK, dort wollte ich in die Ankerbucht „PANTERA“. Leider unterschätzte ich, nun hoch am Wind, die Größe der dortigen Wasserfläche, wodurch sich Wind und Welle ziemlich aufbauen konnten. Nun machte ich einen (schon einmal gemachten….) Fehler: Ich merkte zu spät den Unterschied zwischen „Affengeil, ich wusste gar nicht, dass das alte Mädchen so schnell sein kann“ und „Reff doch endlich, du Idiot, 25 Knoten Wind sind zu viel für Vollzeug!!“ Die Folge – beängstigende Schräglage, viel Wasser übers Deck (Merke: die Sprayhood, da zu hoch, kann ich ja beim Segeln nicht einsetzen…) und einige Sonnenschüsse. Mit dem zweiten Reff (bei dem Wind es einzubinden war auch kein Vergnügen) ging’s dann wesentlich besser, immer noch 5,5 Knoten bei 25 Grad Schräglage. Adrenalin pur. Ein kurzes Stück habe ich es ohne Vorsegel probiert, das war aber nichts. So kann man keine Höhe laufen. Ein Topgetakeltes Boot holt nun mal seine Kraft hauptsächlich aus dem Vorsegel. Tolles Segeln, allerdings anstrengend. Ich war dann froh, in eine geschützte Ecke zu kommen und das Boot aufklarieren zu können.
Etmal: 28sm (Für die Landratten: Etmal ist nichts Unanständiges. Mit „Etmal“ bezeichnet man die in einem Tag zurückgelegte / gefahrene / gesegelte Wegstrecke. Wobei der Beginn der Messung, je nach Weltanschauung, um Mitternacht oder Mittag zu erfolgen hat. Bei mir beginnt die Messung wenn ich wegfahre und endet, wenn ich anlege (oder ankere). So einfach ist das bei mir…..
Für die Zukunft, lieber Gerhard - einfach die alte Seemannsregel beachten: „Reffe, wenn du das Erste mal daran denkst“.
Mittwoch, 3. September 2008
Na ja, viel Wind war es ja nicht, ich bin in den seichten Gewässern um Murter herumgegurkt, um eine ruhige Ankerbucht zu finden. Beim hineinfahren in dieselbe warnte mich ein freundlicher Fischer vor gefährlichen Untiefen. War sehr nett von ihm, daher habe ihm auch nicht verraten, dass ich sehr genaue Seekarten habe und über die Untiefen Bescheid weiß…. Schlussendlich lag ich dann geschützt, in nur 1m tiefen Wasser!! Gott sei Dank sind die Geizeitenunterschiede in der Adria nicht sehr groß, sonst wäre ich in der Frühe wahrscheinlich auf dem Trockenen gesessen…..
Ungestörte Nacht, nur am Morgen beginnt ein Hund stundenlang herzerweichend zu heulen. Sofort muss ich wieder an meinen Kater denken. wie es ihm wohl ergeht? Ob er noch am Leben ist? Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren……
Südwind kommt auf, ich lichte den Anker, lege unter Segel ab und nehme Kurs auf die Insel ZUT. An deren Südspitze befinden sich einige kleine Inselchen, die ich umrunde, um eine geeignete Bucht zum Übernachten zu finden. War aber nichts Gescheites dabei. Die Ostküste von ZUT hochgesegelt, dabei den Blister wieder eingesetzt. Natürlich artete das wieder in Chaos pur aus. Nur bin ich das zwischenzeitlich schon gewöhnt und kann mich nicht mehr erschüttern. Irgendwie komme ich mit dem komischen weiß – blauen Fetzen nicht so richtig zurecht. Aber es wird schon noch werden, so schnell gebe nicht auf!
Ziemlich an der Nordspitze finde ich die gegen Südwind geschützte Bucht BICIKOVICA, wo ich mich vor Anker und Landleine lege. Hier bewährte sich meine „Ankerolina“, eine 50m Gurtbandrolle, welche ich am Heckkorb befestigt habe. An Land habe ich eine verzinkte Kette um einen Felsen gelegt, damit das Gurtband sich nicht durchscheuern kann. Ich habe noch ein 5 Kg Reitgewicht draufgesetzt, damit das Gurtband gut unter Wasser bleibt, und kein zu knapp vorbeifahrender Fischer sie in die Schraube kriegen kann. Der Anker hält mir den Bug des Bootes in Richtung offenes Meer. Warum ich mich so verhefte? Nun, wenn die manchmal heranrollenden Wellen mein Boot quer treffen, kann das für dieses und ihre Besatzung üble Folgen haben, daher dieses Prozedere.
Der Wetterbericht per Navtex verspricht eine ruhige Nacht. Was will man(n) mehr…. Das waren heute 20sm pure Segelfreude. (Für Landratten: sm heißt nicht Sado – Maso, sondern „Seemeile“!) Wobei eine Seemeile 1,852 Km ist. Ergo bin ich rund 37 Km gesegelt.
Ungestörte Nacht, nur am Morgen beginnt ein Hund stundenlang herzerweichend zu heulen. Sofort muss ich wieder an meinen Kater denken. wie es ihm wohl ergeht? Ob er noch am Leben ist? Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren……
Südwind kommt auf, ich lichte den Anker, lege unter Segel ab und nehme Kurs auf die Insel ZUT. An deren Südspitze befinden sich einige kleine Inselchen, die ich umrunde, um eine geeignete Bucht zum Übernachten zu finden. War aber nichts Gescheites dabei. Die Ostküste von ZUT hochgesegelt, dabei den Blister wieder eingesetzt. Natürlich artete das wieder in Chaos pur aus. Nur bin ich das zwischenzeitlich schon gewöhnt und kann mich nicht mehr erschüttern. Irgendwie komme ich mit dem komischen weiß – blauen Fetzen nicht so richtig zurecht. Aber es wird schon noch werden, so schnell gebe nicht auf!
Ziemlich an der Nordspitze finde ich die gegen Südwind geschützte Bucht BICIKOVICA, wo ich mich vor Anker und Landleine lege. Hier bewährte sich meine „Ankerolina“, eine 50m Gurtbandrolle, welche ich am Heckkorb befestigt habe. An Land habe ich eine verzinkte Kette um einen Felsen gelegt, damit das Gurtband sich nicht durchscheuern kann. Ich habe noch ein 5 Kg Reitgewicht draufgesetzt, damit das Gurtband gut unter Wasser bleibt, und kein zu knapp vorbeifahrender Fischer sie in die Schraube kriegen kann. Der Anker hält mir den Bug des Bootes in Richtung offenes Meer. Warum ich mich so verhefte? Nun, wenn die manchmal heranrollenden Wellen mein Boot quer treffen, kann das für dieses und ihre Besatzung üble Folgen haben, daher dieses Prozedere.
Der Wetterbericht per Navtex verspricht eine ruhige Nacht. Was will man(n) mehr…. Das waren heute 20sm pure Segelfreude. (Für Landratten: sm heißt nicht Sado – Maso, sondern „Seemeile“!) Wobei eine Seemeile 1,852 Km ist. Ergo bin ich rund 37 Km gesegelt.
Dienstag, 2. September 2008
Fehlalarm, es wurde eine ruhige Nacht. Absolute Flaute in der Früh, ich komm nicht weg. Nutze die Zeit zum Einkaufen, in Kroatien ein Kapitel für sich. Die hohen Preise erstaunen mich immer wieder. Internetanschlüsse hier in Murter haben seltenheitswert und wollen teuer bezahlt werden.
Meine Mails abgerufen, daraufhin ist meine Stimmung wieder etwas gedämpft. Die Nachrichten aus der Heimat, die Glückwünsche etc. drücken auf mein Gemüt, auch wenn ich es nicht wahrhaben will.
Mal sehen, ob der Wind auffrischt, vielleicht komme ich doch noch in eine hübsche, geschützte Bucht.
Meine Mails abgerufen, daraufhin ist meine Stimmung wieder etwas gedämpft. Die Nachrichten aus der Heimat, die Glückwünsche etc. drücken auf mein Gemüt, auch wenn ich es nicht wahrhaben will.
Mal sehen, ob der Wind auffrischt, vielleicht komme ich doch noch in eine hübsche, geschützte Bucht.
Montag, 1. September 2008
Mit Laimer Gerhard gemütlich nach Tisno hochgesegelt. Die Segeleigenschaften durch verschiedene Trimmmaßnahmen zu verbessern versucht. 90 Grad Wendewinkel bei etwas geringerer Geschwindigkeit, mehr geht nicht. Bei 100 Grad optimale Geschwindigkeit. Es wehte nur mit max. 10 Knoten Wind. Bei Manfreds 30er „SUN irgendwas“ leicht mysteriös angelegt, etwas getrunken, Kaffeesegeln retour, denn Rosi wartet ja schon.... War ein echt schöner Schlag, Erinnerungen an alte Zeiten wurden wieder wach!
Am Nachmittag Schiff aufgeräumt und etwas Anständiges gebrutzelt: Kartoffeln mit Feingeschnittenem Geselchten, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch, abgeschmeckt mit italienischen Kräutern, in Butter cross gebraten. War ziemlich lecker, nur die Kocherei mit dem wackeligen Benzinkocher grenzte an Selbstverstümmelung (natürlich koche ich nackt, das bisschen heiße Fett kann mich doch nicht schrecken…) mit akrobatischen Einlagen, da ich mit einer Hand immer das Pfandl halten musste, um ein neuerliches Hoppala zu vermeiden.
Den Abend mit den Laimers nett verbracht, morgen ziehe ich wieder weiter. Mal sehen wohin mich der Wind treibt. Hoffentlich steht der Termin beim Notar bald fest, ich will endlich Richtung Süden. Dieser Bürokratenscheiß geht mir schon so was auf den Geist, ich kann es gar nicht sagen……
Das Barometer fällt in einer Stunde um ein ganzes Hektopascal, das gefällt mir ganz und gar nicht. Ich stecke sicherheitshalber noch 10 Meter Kette raus. Wind ganz eingeschlafen, sternenklar.
Am Nachmittag Schiff aufgeräumt und etwas Anständiges gebrutzelt: Kartoffeln mit Feingeschnittenem Geselchten, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch, abgeschmeckt mit italienischen Kräutern, in Butter cross gebraten. War ziemlich lecker, nur die Kocherei mit dem wackeligen Benzinkocher grenzte an Selbstverstümmelung (natürlich koche ich nackt, das bisschen heiße Fett kann mich doch nicht schrecken…) mit akrobatischen Einlagen, da ich mit einer Hand immer das Pfandl halten musste, um ein neuerliches Hoppala zu vermeiden.
Den Abend mit den Laimers nett verbracht, morgen ziehe ich wieder weiter. Mal sehen wohin mich der Wind treibt. Hoffentlich steht der Termin beim Notar bald fest, ich will endlich Richtung Süden. Dieser Bürokratenscheiß geht mir schon so was auf den Geist, ich kann es gar nicht sagen……
Das Barometer fällt in einer Stunde um ein ganzes Hektopascal, das gefällt mir ganz und gar nicht. Ich stecke sicherheitshalber noch 10 Meter Kette raus. Wind ganz eingeschlafen, sternenklar.
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