Lieber Gerhard, alles Liebe und Gute zu Deinem vierundfünfzigsten Geburtstag! Gott, wie die Zeit vergeht. Wo sind bloß all die Jahre hingekommen? Zum Freudenfest schenke ich mir eine Radtour nach Göcek (ganz im Norden der riesigen Bucht Fethiye Körfezi) mit einem Mittagessen in einem Selbstbedienungsrestaurant. Die 55 Kilometer lange Tour war ja von der Entfernung her an sich kein Thema, allerdings wusste ich nicht, welche Steigungen mit beachtlichen Höhenmetern sie beinhaltete…. Ich habe halt nur See – und keine Landkarten an Bord. Was gibt es zu Göcek zu sagen? Ein boomender Touristenort ohne Seele mit einigen Marinas vor einer grandiosen Bergkulisse. Ein seltenes Panorama bot sich mir, als ich in einer weiten, von einem Fluss gebildeten Ebene, Orangenbaumhaine mit reifen Früchten vor dem Hintergrund schneebedeckter Berge ansichtig wurde. Teilweise, wo es eben möglich war, fuhr ich die ehemalige Hauptstraße, die sich den Berghängen anschmiegt, denn der Verkehr auf der relativ neuen Hauptverkehrsader war mir denn doch zuviel. Beim Straßenbau wurde sehr viel Splitt mit wenig Teer verarbeitet, dementsprechend holprig war die Piste….. Der Oberhammer hier sind die stellenweise eingelassenen Entwässerungsrinnen mit ihren Metallabdeckungen: Diese Konstruktion besteht nur aus in Fahrtrichtung (!!!) eingelassene Eisenstreben in einem Rahmen, deren Abstand etwa drei Zentimeter beträgt. Wenn ich da mit dem Rennrad – welches ja schmale Reifen hat - darüberfahre, rutscht da das Vorderrad durch, bleibt stecken und ich lege einen Vorwärtssalto hin. Sachen gibt’s, das glaubt man kaum.
Wäsche gewaschen, die es mir dann am Abend wieder abregnet – auch egal, so werden eben die Reste des Waschmittels noch besser herausgespült.
Die Erzeugerfirma des Solarpaneels „Solara“ antwortet nicht auf meine Mail. Die haben es anscheinend auch nicht mehr notwendig….