Zwischen Sizilien und Malta herrscht ziemlich reger Verkehr auf dem Wasser, da heißt es aufpassen! Es gab keine besonderen Vorkommisse bis auf zwei Tanker, die mir sehr nahe kamen und ein paar Fischer, die mir im Weg standen. Erst einige Meilen vor Malta konnte ich wieder Segel setzen. Dann wurde ich leicht nervös: Wo kommen auf einmal all diese vielen Schiffe her und warum wollen alle genau dorthin, wo ich hin will?
Mit dem letzten Büchsenlicht laufe ich in Valletta, der Hauptstadt von Malta, ein…
…eine herrliche Kulisse empfängt mich:
Die Gastlandflagge habe ich korrekt gesetzt, die gelbe Einklarierungsflagge hebe ich mir allerdings für morgen auf, denn ich bin seit knapp 14 Stunden unterwegs und möchte um diese späte Stunde nicht mehr auffallen…. Ich finde zum Glück schnell (etwas seitenhalber) ein Plätzchen mit ein paar freien Mooringtonnen, wo ich mich zwischen zwei verhefte. (Ursprünglich nur an einer, nachdem Sandpiper aber schwojend mit dem Rumpf an dieser leicht angestoßen ist ziehe ich mich mit der Heckankerleine zur anderen Tonne, damit das nicht noch mal passiert). Nun liege ich neben Hochhäusern und einer Hauptverkehrsstrasse:
(Foto am nächsten Morgen aufgenommen)
Egal, für eine Nacht geht das schon. Hauptsache Sandpiper liegt sicher. Bin gespannt wie die Nacht wird: Ob sich jemand an meinem Liegeplatz stört oder nicht….
Etmal: 56sm, Position: N 35°54,38’ / E 014°30,05’