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Samstag, 18. September 2010

Von Ibiza ans spanische Festland

So etwas von Wetterleuchten habe ich auch noch nicht erlebt! Die ganze Nacht hindurch, ununterbrochen die drohenden Blitze hinter einer dunklen Wolkenwand in der Ferne! Morgens um vier Uhr hat uns das Gewitter dann gestreift – die aufkommenden Wellen und der starke Wind machten das Liegen in der nach Norden hin völlig ungeschützten Bucht mehr als ungemütlich – ich lichte daher zeitig den Anker, mache mich auf den Weg nach Südwesten. Eigentlich wollte ich in San Antonio Abad noch einen Zwischenstopp einlegen, da ich aber alle Hände voll zu tun hatte um Najadchen zu bändigen und wir gar so wild dahinflogen, nahm ich gleich Kurs auf das spanische Festland. Während der Rumpelfahrt kontrolliere ich die Bilge – es kommt wieder etwas Wasser, allerdings nicht wie vermutet von den Kielbolzen, sondern aus einem Bereich, den ich leider nicht einsehen kann. Mist…
Wie es beim Segeln nun mal so ist, ließ der Wind den Tag über kontinuierlich nach, gegen zwanzig Uhr, beim Einbruch der Dunkelheit, barg ich die Segel und legte die letzten dreizehn Seemeilen mit der Maschine zurück. Vor der Festlandküste nahm der Verkehr dramatisch zu, die Schnellfähren und Frachter verlangten nach permanenter Aufmerksamkeit. Klar, hier an diesem Eck treffen alle zusammen, darum ist es ja auch ein Verkehrstrennungsgebiet…
Etwas südlich von dem markanten Kap „Cabo de la Nao“, bei Morayra, erreiche ich (wieder einmal mitten in der Nacht…) glücklich das spanische Festland, lege ich mich vor einem gut geschützten Sandstrand vor Anker und hoffe auf eine ungestörte Nacht.

Etmal: 70sm, Position: N 38°41,10’ / E 000° 08,70’