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Dienstag, 16. November 2010

Graciosa, Playa Francesa

In der Nacht lassen Wind und Wellen nach, die Situation entspannt sich.
Zu Fuß hatsche ich am Morgen von der Playa Francesa...


...in den Hafen von Caleta Del Sebo, dort bekomme ich aber noch immer keinen Platz. Irgendwie kommen mir die Beamten dort nicht ganz dicht vor, denn Platz wäre genug vorhanden. Wie Sigi mir später mitteilte haben sie sogar in der Nacht ein Seglerpaar mit weinendem Baby wieder rausgeschickt…
Die Gegend hier ist extrem rau, Sandstrände wechseln sich mit dunklem Lavagestein ab; in der wüstenartigen Landschaft wachsen nur kniehohe, knorrige Sträucher und harte Gräser:


Der Ort an sich ist etwas seltsam: Die meisten der Häuser haben ein Flachdach, sind weiß getüncht und mit blauen Fensterläden und anderen blauen Applikationen ausgestattet. Ich wähne mich fast wie in Griechenland. Es gibt keine asphaltierten Strassen, ein paar Geländeautos bewältigen den notwendigen Verkehr:


Der allgegenwärtige Sand macht den Hausfrauen und Hausmännern das Leben nicht gerade leicht; noch dazu, wo fast immer Wind weht.
Im Hafen treffe ich Christa und Sigisbert aus Bayern, sowie Alex (Italien) mit Laura (Mexiko). Wir sahen uns das letzte Mal vor zwei Jahren in Rhodos und in Fethiye. Da gab es natürlich viel zu erzählen – so hatten z.B. Sigi + Christa in der Strasse von Gib ausgesprochenes Pech: Sie fingen sich ein großes Fischernetz ein und konnten sich daraus nicht mehr befreien. (Es war Nacht) Ein marokkanischer Fischer schleppte sie nach Tanger, wo die Prozedur mit Taucher, ein- und auskarieren, Bezahlung des Netzes, etc. auf sie wartete. Sie sind überzeugt, dass diese Aktion abgekartet war und Fischer / Taucher / Behörden zusammengearbeitet haben. Wie dem auch sei, ich hätte mich jedenfalls, noch dazu auf der spanischen Seite vor Tarifa befindlich, niemals von einem marokkanischen Fischer nach Tanger schleppen lassen! Ein ungekennzeichnetes Fischernetz, ausgelegt mitten in einer Hauptschifffahrtsroute – ich hätte da etwas anders reagiert…

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