Anita besorgte sich einen "Shorty" (= ein oberschenkellanger Neoprenanzug), um ihre Aufenthaltsdauer im Wasser zu verlängern, sowie eine neue Taucherbrille, da die Alte nicht richtig saß.
So ausgerüstet ging es wieder auf Tour. Lernfähig wie wir nun mal sind, schützten wir aber diesmal unsere Trommelfelle vor dem Krach des Buggys mit Ohropax…
Diesmal war die Nordseite der Insel dran. Dabei mussten wir durch die einzige größere Ortschaft des Nordens, Rincon:
Armut und leichte Verwahrlosung ist dort leider allgegenwärtig.
Beim Tanken schlägt dann das Gesetz von Murphy unbarmherzig zu (Dessen Kurzfassung sagt ja bekanntlich aus: Was passieren kann, wird auch passieren): Ich überschätze den Durst des Vehikels und das Volumen des Tanks, kaufe nach dem konsumentenfeindlichen System um 15 Dollar Sprit, nach 10 schnappt die Zapfpistole aber ab, der Tank ist bereits voll. So kommt ein völlig überraschter Einheimischer gratis zu einigen Litern Benzin…
Die Landschaft im Norden der Insel gliedert sich auf in eine meist undurchdringliche, hügelige Wildnis, von felsigen Abbrüchen und sumpfigen Lagunen durchzogen:
Dazwischen eine Unmenge an Säulen- und Kandelaberkakteen, welche zu lebenden, ziegensicheren Zäunen verarbeitet werden: Zu einer bestimmten Zeit geschnitten, werden die stangenförmigen, stacheligen Pflanzenteile X – förmig und knapp aneinander an einen straff gespannten Draht angelehnt, wo sie im Boden wieder anwachsen und so einen undurchdringlichen Zaun bilden:
Ein Teil des Nordteils der Insel ist ein großes Naturschutzgebiet, der „Washington Slagbaii“ Nationalpark – leider war hier Endstation, da uns die Wächter mit dem Buggy die Einfahrt verweigerten – das Ding ist einfach zu laut, außerdem haben sie Angst, dass ich damit auf verbotenen Pfaden fahren würde. Wie kommen die bloß auf so eine absurde Idee…?? So kehrten wir eben um, fuhren am Rande des „Gotomeeres“, einer riesigen Brackwasserlagune, welche vom Meer abgetrennt ist...
...wieder an die Südwestseite zurück, suchten uns einen schönen Strand, schnorchelten an der Riffkante entlang und erfreuten uns an einem herrlichen Tag.
Am späten Nachmittag kletterte ich auf den Mast, montierte an den Salingen neue Blöcke und scherte neue Leinen als Lazyjacks ein.
Den Tag beschloss ein vorzügliches Essen in einem netten Strandrestaurant. Das Preisniveau der Gastronomie (aber auch allgemein) ist allerdings gegenüber Curacao wesentlich höher!
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