Wir brechen (für unsere Begriffe…) zeitig auf, ein steifer Wind weht uns genau entgegen, die übliche Windrichtung in dieser Gegend und Jahreszeit. Schnell muss ich das erste Reff einbinden und die Genua ein Stück wegrollen, der Ruderdruck und die Krängung werden zu groß. Der Autopilot bleibt die ersten vier Stunden auf der Reservebank - Anita steuert von Hand, immer hart an der Windkante entlang. Es wird ein langer und anstrengender, aber auch wunderschöner Segeltag. Wir hatten ja nicht nur den Wind sondern auch Welle und Strömung gegen uns; außerdem machte uns mit der Zeit die starke Sonneneinstrahlung etwas zu schaffen. Vor Bonaire kamen dann noch etliche Öltanker hinzu, welche die Spannung etwas steigerten. Kurz vor dem Bojenfeld vor Kralendijk (der Hauptstadt von Bonaire) riss beim Segelbergen wieder eine Lazyjackleine und der Reißverschluss des Lazybags verlor auch einige seiner Zähne - so ein Scheiß - da wird das Segelauftuchen zu einer recht "lustigen" Arbeit...
Das freie Ankern ist rund um Bonaire (Naturschutzgebiet) verboten, eine der ausgelegten Bojen (diese sind als Doppelbojen ausgelegt) muss angenommen werden.
Wir waren ziemlich müde, darum gingen wir gar nicht mehr an Land. Leider führt eine der Hauptstraßen am Ufer entlang, entsprechend laut und unruhig ist die Lärmkulisse, zur Potenz erhöht um Discomusik…
Etmal: 41sm, Position: N 12°09,10’ / W 068° 16,70’
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