Etwas Wind aus der richtigen Richtung weht, jetzt gilt’s! Noch schnell von Oliver und Martha verabschiedet, dann geht’s durch die Enge und seichte Einfahrt raus aus der ruhigen, geschützten Bucht. Ich rundete vorsichtig die Stelle an der ich auflief und nahm Kurs aufs offene Meer. Das ist hier gar nicht so einfach, da man dazu etwas Zickzack fahren muss. Kaum im tiefen Wasser, konnte ich die Segel setzen und es begann ein Segeltag wie aus dem Bilderbuch: Ganz wenig Welle, dazu leichter und konstanter Wind aus der „richtigen“ Richtung. Unter Vollzeug und am Wind ging es nach Süden, zum Archipel San Bernardo, wo ich mich auf der Leeseite der Hauptinsel Tintipan vor Anker legte. Hier ist das Wasser klar und sauber, für meinen Geschmack aber etwas zu warm… (Gerhard, dir kann man es aber auch wirklich nicht recht machen…)
Das Archipel ist zwar nichts besonderes, hat aber, neben jeder Menge Untiefen, eine Attraktion der etwas anderen Art: Zwischen den (relativ) großen und nur wenig besiedelten Inseln Isla Mucura und der Hauptinsel Isla Tintipan liegt das kleine Inselchen Santa Cruz del Islote. Diese ist nur etwa 1,2 ha groß und vollständig überbaut. In knapp 100 Gebäuden leben hier über 1.200 Einwohner. Damit ist sie die am dichtesten besiedelte Insel der Erde, rechnerisch beträgt die Bevölkerungsdichte etwas über 100.000 Einwohner pro Quadratkilometer. Warum sich diese ungewöhnliche Konstellation so ergeben hat konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Zur Anschauung hier ein Bild von Google Earth:
Etmal: 30sm, Position: N 09°47,30’ / W 075°50,80’
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