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Sonntag, 28. August 2011

Panama, Punta San Blas

Heute ist Landgang angesagt. Das erste Mal betrete ich bei Punta San Blas das panamesische Festland. Es gibt hier keine Strassen, sondern nur schmale, teilweise kaum erkennbare Pfade durch den Regenwald:


Auf einer Lichtung dann die verrosteten Überreste eines gescheiterten Industrialisierungsversuches, Gerätschaften zu einer optimierten Kokosölgewinnung, made in USA:


Von einer Anhöhe aus dann der Blick über das Archipel, Najadchen wirkt da etwas verloren:


Auf der gleichen Anhöhe liegt ein aufgegebener Militärstützpunkt, der sich für Kletterübungen, um die eingerosteten Glieder etwas zu mobilisieren, hervorragend eignet:


Ein „Kalebassenbaum“ (seinen wirklichen Namen kenne ich nicht) liegt auf meinem Weg, aus dessen Früchten, die eine verdammt harte Schale haben, die Indios Behälter und Schalen fertigen:


Ein Indianerfriedhof auf einer Regenwaldlichtung. Obwohl Weiße in der Nähe ihrer heiligen Stätten nicht gerne gesehen sind, habe ich eine dieser Stätten aufgesucht - und mich dabei dementsprechend respektvoll verhalten. Die Grabbeigaben sprechen eine deutliche Sprache – die Verstorbenen wurden liebevoll verabschiedet, als Grabbeigaben dienen Gebrauchsgegenstände des / der Verstorbenen: Hängematten, Spielsachen, Bekleidung und verschiedene Gebrauchsgegenstände. Bei Besuchen werden Gluttöpfchen auf die Gräber gestellt, so wie bei uns zum Gedenken Kerzen angezündet werden:




Eine viel frequentierte Wasserstelle suche ich auch auf, bei einem Blick auf das darin enthaltene Wasser bin ich aber heilfroh, dass meine Regenauffangvorrichtung am Schiff so gut funktioniert, das ich auf dieses Wasser nicht angewiesen bin:


 Am Schiff erklärt mir Fernando, ein wachechter Kuna – Indianer (und gleichzeitig der größte Schnorrer in ganz Kuna Yala) den Aufbau und die Funktion der einfachen Indio – Harpune: An einem Ende eines ca. 200cm langen, geraden und schlanken Stockes aus Hartholz ist eine aus zwei stärkeren Drahtstücken gefertigte Spitze (ohne Widerhaken) befestigt, an der anderen Seite ein als Schlaufe ausgeführter kräftiger Latex - Schlauch, der (insgesamt) ca. einen Meter lang ist. Dieser Latex - Schlauch wird durch Muskelkraft gespannt, die Spannung wird durch festes Umklammern des Schaftes mit der Hand gehalten – siehe Bild. Wenn ein Fisch in Schussnähe kommt wird die Harpune, wie soeben beschrieben, gespannt, das Objekt der Begierde anvisiert und dann einfach die Hand geöffnet - schon saust die Harpune seinem Ziel entgegen. Genial einfach und effizient! Auch die Befestigung des Latex - Schlauches, die eine ziemliche Belastung standhalten muss, ist clever: Am Ende des Stockes ist eine umlaufende Kerbe eingeschnitzt, in die eine feste Schnur eingeknotet ist, wobei die zwei ca. 10cm lange Enden, an deren Ende jeweils ein Knoten eingeknüpft wurde, in die Enden des Latex – Schlauches eingeschoben werden. Hinter (oder vor, je nach Betrachtungsweise…) den nun in dem Latex – Schlauch befindlichen Schnurknoten wird besagter Latex – Schlauch mit einer dünnen Schnur abgebunden – fertig. Simply is clever!
Irgendwie erinnert mich die ganze Konstruktion an eine Steinschleuderkonstruktion – nur dass hier der Stock losgelassen wird und nicht der Gummi.
Haben das auch alle verstanden? Komplizierter konnte ich es leider nicht mehr erklären…

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