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Donnerstag, 22. September 2011

Der Panamakanal – die Zweite

2. Tag

Nach einer geruhsamen Nacht...



...nehmen wir die eher langweilige Fahrt durch den Rest des Kanals in Angriff – das Wetter ist uns hold, aber der Technikteufel schlägt wieder einmal erbarmungslos zu: Ein Kühlschlauch platzt, Kühlwasser strömt in die Bilge. Die Situation ist angespannt und nicht ganz ungefährlich - inmitten der Großschifffahrt manövrierunfähig herum zu treiben ist ja nicht gerade lustig… Ein bisschen Wind weht, wir rollen die Genua aus, um etwas Fahrt ins Schiff zu bekommen, während Albert das Leck notdürftig repariert. Obwohl die Motorkontrolle nervtötend schrillt schaffen wir die Fahrt bis zu den Schleusen und deren Durchfahrt problemlos. Nachdem „Cayenne“ sicher an einer Boje des Balboa Yachtclubs liegt...


...geht für mich die Reise, diesmal alleine, gleich weiter – ich muss ja zurück nach Colon!
Wieder geht’s mit dem Taxi zu dem riesigen Busterminal „Terminal Nacional de Transporte – Albrook“. Diesmal habe ich Glück, der Überlandbus scheint auf mich zu warten, einen Sitzplatz bekomme ich auch noch – Herz, was willst du mehr. Allerdings wird wiederum so ein hirnrissiger Killer - Film gezeigt – mich wundert die hohe Kriminalitätsrate hier nicht mehr, wenn das Volk permanent u.a. mit derartigem geistigem Sondermüll berieselt wird… Für einen kräftigen Adrenalinschub sorgten dann jene beiden schwer bewaffneten Sicherheitskräfte, die auf offener Strecke, mit schußbereiten Waffen und grimmigen Gesichtern, den Bus stürmten und zwei Männer, die einige Reihen hinter mir saßen, abführten. Da wurde ich plötzlich ganz klein auf meinem Sitz – Cool bleiben, Leute, fängt mir bloß keine Schießerei im Bus an, ich habe noch viel vor!!
Da es schon Nacht war und ich Gepäck hatte nahm ich mir ein Taxi zum Club Nautico – dort angekommen stand ich dann vor einem Problem: Wie komme ich bloß zu Najadchen, die auf Reede liegt? Mein Schlaucherl liegt ja sicher verzurrt an Deck… Für fünf Dollar ließ dann ein junger Panamese sein Bier und seine Braut kurzfristig alleine, um mich überzusetzen. Najadchen empfing mich wiederum unbeschädigt und unausgeraubt – nun kann ich meinen eigenen Kanaltransit fertig organisieren!

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